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fraumann_buntManchmal ist es ja nur zu schön sich mit solchen Klischees zu befassen.
Glaubt man meinen geschlechtlichen Schwestern, so sind Männer per se nicht in der Lage mehrere Dinge auf einmal zu tun. Multitasking ist eine Sache, die Frau gänzlich für sich beansprucht.
Gleichzeitig gibt es die weiblichen Exemplare, die sich zu gerne einmal als kleines schusseliges Frauchen geben. Da fällt schon mal die Handtasche auf die Straße und in einem dramaturgisch perfekt inszenierten Bogen entleert sich mit einem verschreckten “Huch” oder “Oh neiiin” deren Inhalt. Kuhäugig blinzelt sie nach oben, wären sie die Sachen möglichst verlegen einsammelt. Das alles nur für den Ritter, den sie schon zuvor ausgemacht hatte.
Oder die motorisch Auffällige, die voll gepackte Einkaufstaschen am Fahrradlenker balanciert, immer mit der Hoffnung “Wenn ich einmal Schwung hab’, dann geht das auch geradeaus.” Vielleicht schafft sie ja den Blonden Hünen dort vorne, der sie mitsamt dem Rad auffängt und ihr dann die Taschen nach Hause trägt. Natürlich (!) nur bis zur Türschwelle, denn man geht ja nicht gleich auf’s Ganze.
Sicher kennt ihr auch die Matronen: Kinderwagen werden gelangweilten Blickes durch den Großstadtdschungel geschoben. Das Kind bohrt vernachlässigt und noch gelangweilter als die Schiebende in der Nase. Mama, kann ja wenigstens lautstark mit ihrer Freundin über das ‘Händi’ sprechen. Thema: ja was schon? Der inzwischen ungeliebte Versorger oder auch Mann und dessen letzte Schandtaten. Das sie dabei nicht mehr wirklich im Blick hat, wem sie gerade ihren Kinderporsche in die Hacken fährt, ist ebenso zu vernachlässigen, wie die Tatsache, dass ihre Kippenglut ihr eine Haarsträhne versengt.
Aber nun, so ist das eben, wenn man multitaskingfähig ist. Wie die letzte Studie des Instituts für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IAG) bestätigte, passieren da eben schon mal Fehler.
Aber Mädels, habt ihr allen Ernstes geglaubt, dass nur wir die sich multiplizierenden Arbeitstiere sind, die mailen, telefonieren, das Kind stillen und dabei noch einen Kuchen backen? Mag ja sein, doch habt ihr euch nicht auch mal gefragt, ob Männer ihre Mutlitaskingfähigkeit einfach anders einsetzen? Ein Beispiel fand ich kürzlich auf Twitter über @_Phoenicia:

Prust :-) ) RT @felnzz: Männer können Multitasking. Der am Nebentisch bedient links das Smartphone und knutscht rechts.

Ja nun liebe Frauen, was sagt ihr dazu? Ich meine, unbestritten eine Form des Multitasking, nur eben etwas anders als wir es möglicherweise meinen. Aber wer könnte schon sagen: “Thema verfehlt! Setzen 6!” Ok letzteres vielleicht schon, aber der Joke ist dann doch zu flach.
Unterm Strich bleibt: Vorsicht! – Nur weil Männer die Sache anders interpretieren und ausleben, heißt das nicht sie könnten es nicht ebenso gut.
Doch zum Schluss noch eine kleine Beruhigung: Glaubt man der Studie, ist es lattenegal. Es gibt keine Unterschiede zwischen Frauen und Männern. Fakt ist aber, dass bei gleichzeitiger Bewältigung mehrerer Aufgaben Fehler passieren. Somit besteht ja immerhin die Möglichkeit, dass ihm beim Knutschen sein Smartphone auf den Asphalt fällt.
Wäre doch gerecht: Er ohne Telefon, sie mit ohne Haare.
Alles hat eben seinen Preis.

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