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fefe ‘made my day’ in dem er den auf nerdcore.de veröffentlichen Artikel “Was macht man in England, wenn zu viele Menschen in den Wald zum vögeln rennen?” verlinkte.
Das man den Briten allgemeinhin eher eine gewisse Prüderie nachsagt, dürfte nicht wirklich neu sein. So dürften Örtlichkeiten die dem ‘dogging’ dienen ihnen per se ein Dorn im Augen sein. Wie der Lancashire Telegraph ausführt wurden die sage und schreibe 6000 – jaha 6000 – Bäume entlang der A666 nach einer vorangegangene Begutachtung aus Sicherheitsgründen gefällt. Die Bäume seien alt gewesen und die Gefahr des Umstürzens groß, was wiederum hätte Unfälle verursachen können. Ja nee ist klar, manche Bäume sind eben echt alt, wenn man sie schon nach dem zweiten Weltkrieg pflanzte, besonders gilt dies für Koniferen. Wenn sie sich dann noch so lüstern über eine Straße recken, reicht auch nicht mehr das Fällen der ersten Reihe.
Das die Fällung gleichzeitig Fremde von dem einstigen ‘dogging hotspot’ fernhalten wird, ist dabei natürlich nur ein Nebeneffekt.

“I’m more than happy that this management is being carried out, and it has a double whammy in terms of the sexual behaviour.”

Besonders rücksichtsvoll: Zum Schutz der heimischen Fauna hat man die Fällung extra außerhalb der Brutzeit der Vögel durchgeführt.
Das auch für diese Gattung nun der dogging hotspot für die nächsten Jahre nicht zur Verfügung steht, muss man ja nicht weiter berücksichtigen. Dazu sag ich einfach: Mut zur Lücke! Immerhin kann der einheimische Naturfreund ohne lästige Vögelgeräusche nun die weite Ebene genießen.

Übrigens: laut Wikipedia ist ‘dogging’ eine sexuelle Spielart, die ursprünglich aus Großbritannien stammt. Hoffentlich gibt es da nun keinen allzu großen Interessenskonflikt. Ich höre förmlich die entsetzen Ausrufe der Vertreter von traditionellen Werten. Aber naja, wollen wir mal die Kirche im Dorf lassen Nachsicht üben, dogging gibt es ja erst seit den 70igern.

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