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…. zumindest Ende des 19. Jahrhunderts. So geschehen im Trans-Allegheny Lunatic Asylum in West Virginia USA.
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Bildquelle via Tweet von Benjamin Law (@mrbenjaminlaw)

Das Lesen von Novellen konnte also ebenso wie Astma, Menstruationsbeschwerden, Masturbation, Unsittlichkeit, die Ehe zwischen Cousins und vieles mehr dazu führen, dass man in der Psychiatrie landete.

Besonders Frauen waren damals von dem Gutwill ihrer Männer abhängig. Für den ein oder anderen ehrbaren Ehemann fand sich so eine Möglichkeit die Ehefrau loszuwerden, wurde beispielsweise Platz für die Geliebte gebraucht.

“In 1872 . . . if [a married woman's] husband had a mistress or if she had inherited money . . . he could bring her here,” [...] “He could sign her in and leave her until he decided to come back and get her — or until she died, whichever came first.” (Quelle)

Hinter einigen besonders frauentypischen “Diagnosen” konnte sich alles verstecken, von einer außerehelichen Schwangerschaft bis hin zu Essstörungen oder Hysterie.

Weston State Hospital in w:Weston, West Virginia

Weston State Hospital in w:Weston, West Virginia

Das Trans-Allegheny Lunatic Asylum wurde 1858 eröffnet und sollte zunächst nur 240 Patienten aufnehmen, in den 1950igern waren es zeitweise 2400 Menschen, die dort untergebracht waren. 1994 wurde es geschlossen und dient heute es als Museum. Die Geschichte des Hauses gibt einen recht guten Einblick über die damaligen gesellschaftlichen und moralischen Normen und Werte. Allein die Liste der Einweisungsgründe spricht Bände. Unglaublich? Ja! Doch so lange ist das noch gar nicht her und zu glauben solche Häuser habe es nur in den USA gegeben, ist sicher nur eine Illusion.

 

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