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Wer kennt Sherlock Holmes nicht? Ich denke, da dürfte es kaum jemanden geben, der noch nie von ihm gehört hat.
Der britische Autor Sir Arthur Conan Doyle erschuf diese Romanfigur. sherlock_holmes_watson-walking1 Ende des 19./ Anfang des 20. Jahrhunderts hinterlässt Sherlock Holmes seine Spuren als meisterhafter Detektiv. Detailgenau analysiert er in recht rationaler Manier seine Umgebung und führt den Leser Stück um Stück zur Lösung des jeweiligen Falles.

Besonders sympathisch wird mir Holmes durch seine so genannten dunklen Seiten. Nicht nur, dass er ein starker Raucher von Pfeifen und Zigarren war bzw. ist. In der einen oder anderen Geschichte finden sich zudem Hinweise auf seinen Drogenkonsum. Watson nennt Holmes’ phasenweisen Konsum von Kokain und Morphium schlicht dessen Laster. Nun muss man wissen, dass zur damaligen Zeit weder Kokain noch Morphium als Droge verschrien waren. Erst später wurde deren Suchtpotential bekannt, dass interessanterweise von Sir Arthur eingearbeitet wurde. So stellte Holmes in den späteren Geschichten seinen Drogenkonsum ein.
Der Form halber sei erwähnt, dass es mir nicht darum geht Holmes in die Höhe zu heben, weil Drogen ach so toll wären. Natürlich sind sie das nur bedingt nicht.
Doch mal ehrlich, glaubt irgendjemand, Holmes und Watson wären so gerne gelesen worden, wären sie ohne Ecken und Kanten? Holmes ist nicht nur der Held, der gutbürgerliche Retter und Helfer. Es scheint eher, als würde er die dunklen Seiten der menschlichen Seelen kennen. Als habe er selbst schon den ein oder anderen Blick in diese Untiefen gewagt. Eine Fähigkeit, die ihm, meiner Ansicht nach, hilft die Handlungsweisen der Täter zu durchdringen.

Neben Hörspielen und Theaterstücken gibt es einige Verfilmungen der Romane und Kurzgeschichten um Sherlock Holmes. 1939 wurde ‘Der Hund von Baskerville’ verfilmt. Dieser Kinofilm war eine US-amerikanische Verfilmung, in der Holmes von Basil Rathbone Basil Rathbone und Watson von William Nigel Bruce.Nigel Bruce gespielt wurde. Aufgrund des großen Erfolges des ersten Filmes, folgten letztlich noch 12 weitere mit diesen beiden Darstellern in der Hauptbesetzung.
Diese Verfilmungen hatten in der Tat einen gewissen Charme.

Der aktuelle Film, inszeniert unter der Regie von Guy Ritchie, ist natürlich ein anderes Kaliber. Dieser Film ist so gänzlich anders als seine Vorgänger und das ist auch gut so.

Wir erleben London, Ende des 19, Jahrhunderts. Sherlock Holmes (Robert Downey Jr.), kämpft an der Seite seines treuen Gefährten Dr. Watson (Jude Law) gegen den gefürchteten Lord Blackwood (Mark Strong). Gelingt es Holmes noch zu Beginn des Filmes diesen Serienmörder festzusetzen und somit an den Galgen zu bringen, muss er bald feststellen, dass nicht Jeder am Galgen stirbt, selbst wenn er tot zu sein so scheint.
Wie er es angekündigt hatte, gelingt Lord Blackwood seine „Auferstehung“. So beginnt eine erneute Jagd, die Holmes und Watson durch ein Netz aus Verrat, Mord und schwarzer Magie führen.
Der Film war für mich eine sehr gute Unterhaltung. Großes Kino präsentierte sich da über den heimischen DVD-Spieler an einem regnerischen Juniabend.
Es war die richtige Mische aus Action und Spannung. Der Film ist dynamisch, hat keine Längen. Robert Downey Jr. ist es prima gelungen, einen etwas verwahrlosten, tölpelhaften, doch gleichsam raffinierten und scharfsinnigen Holmes darzustellen. Die Bilder sind kraftvoll, mit tollen Effekten. Düstere Laboraufnahmen, verwurmte Leichen und Kampfszenen im viktorianischen London. Bei all dem ist es gelungen den Humor an genau den richtigen Stellen zu platzieren. Dezent und originell kommt er zuweilen recht unerwartet um die Ecke geschossen und ist dadurch umso mitreißender. Unerwähnt bleiben dürfen natürlich auch nicht die Frauen. Dr. Watson, der um seine „Mary“ (Kelly Reilly) wirbt, an Auszug aus der Männer-WG und Heirat denkt, schürt durchaus eine gewisse Eifersucht bei seinem Freund. Dieser fühlt sich noch immer angezogen von der verführerischen Irene Adler (Rachel McAdams). Eine, sagen wir mal Kriminelle, die den guten Holmes bereits zweifach austrickste.
Alles in Allem ist es wirklich ein sehr empfehlenswerter Film.

Der Trailer hat einen kleinen Vorgeschmack gegeben und mir bleibt nur noch beide Daumen nach oben zu recken.

  1. Sherlock Holmes – Grundlagen, Wikipedia, 20. Juni 2010 []
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