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Sommer ist wie Milchschaum

Summertime and the livin’ is easy
Fish are jumpin’ and the cotton is high…(Ella Fitzgerald)

Lachen, leben, lieben und der Geruch nach Sonnenstrahlen auf der Haut.
Sommer ist gute Laune.
Sommer ist die Ansammlung traniger Menschen, die sich wie bekifft in slomo vorwärts bewegen…selbst im klimatisierten Auto.
Sommer ist der Geruch nach Sonnenmilch und Pommesfett.
Sommer ist wie Milchschaum luftig, leicht und heiß.
Sommer ist (für Manche erst recht kein) Sex und erhöhte Flirtdichte. Der Tanz ohne Berührung oder dein Schweiß auf meiner Haut.
Sommer ist die Zeit der langen Katzen auf kühlem Untergrund.
Sommer ist weicher Asphalt und flirrender Horizont.
Sommer ist bunt.
Er ist Musik und Erwecker im Winter fast verkommener Ästhetik.
Sommer ist wie Winter: Fluch und Segen zugleich.
Sommer ist gute Laune.
Meersalz auf der Haut und Sand zwischen den Zehen.
Er ist die süße Frucht, Eiscreme im Mundwinkel und Schweiß im Bauchnabel, der nicht prickelt aber da rein gehört.

Sommerzeit und das Leben ist einfach
Fische springen und die Baumwolle steht hoch…

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Stadtimpression

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Guten Morgen Tag,

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nicht dass Sie sich  gestört fühlen, aber könnten Sie etwas rücken? Ja so, genauso. Das ist gut.

Ja, doch heute haben Sie sich mit dem Auftakt Mühe gegeben.
Chapeau! Die Sonne lacht. Die Vögel konzerten. Es ist schon in der Früh so warm, dass keiner den Rasenmäherlaubbläserdings anstellt.

Ohnehin ist es für so einen Großstadtmorgen recht still, finden Sie nicht?

Hm… Harter Job so als Tag, besonders im Sommer, da sind die Schichten recht lang. Ihr Kollege Nacht hat ja grade ein laues Leben, so wenig wie da zu tun ist.

Haben Sie auch schon festgestellt, dass es im Sommer wesentlich mehr meiner Spezies an die Oberfläche treibt? Im Winter sieht man sie ja kaum. Gut, ist nicht in jedem Fall zu bedauern, aber der Sommer hat schon  bevölkertere Straßen. 

Dafür dass die Nacht grade faul ist, ist Frau Sonne schwer in Aktion. Sonnenbrand legen, Mülleimer duften lassen, schweißnaße Menschen in den Öffentlichen Verkehrsmitteln postieren, Sonnenschirme verblassen lassen. Kindern das Eis über die kleinen Hände tropfen lassen, die sie dann an dem nächstbesten Kleidungsstück säubern. Eiskalte Getränke in denen die Eiswürfel lustig an das Glas stoßen als würden sie einen alten Kumpel begrüßen. Musik die aus den Häusern Note um Note auf die Straße purzelt und ganz eigene Kompositionen ergibt. Nur im Sommer klingt das Ploppen beim Öffnen des abendlichen Balkonbiers nach wiederhallender Entspannungssynfonie. Obwohl ich kein Bier mag, könnte ich den ganzen Abend Flaschen öffnen, nur des Geräusches wegen. Tja! Sommer eben!

Aber sagen Sie mal, können Sie da in Ihrer nächsten Teamsitzung nicht mal für mehr ganzjährigen Ausgleich sorgen?

Ach Sie mögen dieses Schichtsystem. Mehr Freizeit im Winter. Ah, verstehe.

Naja scheint kein Thema bei dem ich Sie vom Gegenteil überzeugen könnte.

Hm…und sonst so?

Wie Sie haben keine Zeit zum Quatschen?

Ja, ja ist ja gut! Geht das auch freundlicher!? Dachte Sie hätten grade Pause. Nix für ungut und einen schönen….hm… Rundlauf heute!

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Zufallsshot

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Zufallsshot auch Schnappschuss genannt, wenn man beim Altpapier in den Container stopfen, zufällig den Auslöser der Handycamera betätigt.

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Die bewertende Entwertung

Wir bewerten, entwerten – auch darin sind wir Weltmeister.

Viele tun es hinter vorgehaltener Hand. Der Rock der Kollegin ist zu kurz für Ihre bindegewebsgeschwächten Beine. Das neue Auto des Kollegen zu protzig für seine Position. Da kann und muss man sich schon mal fragen, wo der wohl das Geld her hat. ‘Der war mir eh immer etwas suspekt, aber naja, ich will ja nichts gesagt haben.’

Manche rümpfen auch einfach nur die Nase, rollen mit den Augen oder gähnen überzogen gelangweilt mit einem Blick in die Runde, immer auf der Suche nach Gleichgesinnten.

Die Grenze zwischen den kleinen Bürolästereien, zu verletzenden Kommentaren ist dabei fließend. In jeder Gruppe gibt es den, der Stimmungen stärker prägen kann. Es gibt die Mitläufer, die Zuarbeiter und die Opfer.

Das fängt im Kindergarten an und setzt sich bis ins Seniorenheim fort.

Von der Wiege bis zur Bahre, als wäre es angeboren, bewerten wir andere Menschen, ihr Äußeres, ihre Lebensweise. Wir maßen uns an, das Recht zu haben über andere zu urteilen. Wir stecken alles in Schubladen was wir in die Finger bekommen, einem nicht enden wollenden Ordnungswahn folgend. Dabei machen wir uns selbst zum Maß aller Dinge. So lange es gelingt das Gegenüber zu entwerten, klein zu halten, sind wir selbst richtig. Selbsterhöhung durch Fremderniedrigung ist das Motto, das uns auf unserem Sockel lässt. Zumindest als Gruppenalpha. Produzierte Selbstsicherheit cora Publikum.

‘Und die Opfer?’

‘Was soll schon sein? War doch nur Spaß und letztlich hat sie doch selbst Schuld, wenn sie sich so unvorteilhaft kleidet. Einen Spiegel hat ja wohl jeder, man sollte ihn nur nutzen. Aber das mit der Selbstwahrnehmung ist eben nicht jeder/jedem gegeben’, argumentiert der Meinungsmacher und hat zackig gleich noch mal nachgetreten. Applaus!

“Leben und leben lassen” ist ein Leitspruch, der schon lange nicht mehr zu einer der gesellschaftlichen Grundsäulen gehört, es vielleicht noch nie tat. Historisch sowie neuzeitlich betrachtet, ist das Bewerten anderer Meinungen, moralischer Grundsätze und Glaubensrichtungen der Motor von Krieg und Zerstörung.

Zugegeben es ist ein weiter Weg vom alltäglichen Büroklatsch zur großen Kriegsschlacht. Die Basis ist aber die Gleiche. Am Ende machen wir alle mit, tragen dazu bei, dass die Stimmungsmacher ihre Bühne bekommen, leisten im Kleinen und manchmal auch Großen unseren Beitrag dazu, dass diese Gesellschaft so funktioniert.

Jedes noch so kleine Zähnchen lässt die Zahnräder in einander greifen.

Habt den Mut es an der ein oder anderen Stelle zum Stolpern zu bringen.

Seid anders!

Seid besonders!

Seid stark!

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Gehalten werden

Wenn es gut läuft, wiegen Eltern ihre Kinder in ihren Armen, umsponnen mit einem Netz aus Liebe, Vertrauen, Sicherheit.
Wenn es gut läuft!
Läuft es anders, laufen diese Kinder in Unkenntnis einem Gefühl hinterher, dass sie nicht greifen können. Und doch werden sie von der gleichen inneren Sehnsucht getrieben. Grenzenlos schlingern sie wie blind vorwärts. Nicht jede Wand an der sie sich stoßen, ist gepolstert wie in einer Gummizelle.
Tage verschwimmen, selbst die Grenze zur Nacht wird manchmal fließend. Das Innen ist Außen. Es gibt kein ich und auch kein du.
Die Einsamkeit ist Stille, die nach Liebe schreit. Tonlos formen die Lippen die immer gleiche Sehnsucht.
Ohne Ton bleiben die Worte ungehört.
Doch welche Worte sollten es schon sein? Unbekanntes lässt sich nicht beschreiben. Ein blinder Mensch wird keine Farben erklären können, ein mit Taubheit geschlagener keine Melodie.
Es bleibt die diffuse Sehnsucht gehalten zu werden. Egal wie man ist, wer man ist, was man tut.
Sein können, wonach einem der Sinn steht, grenzenlos gegen sich selbst und andere.
Ich hör dich nicht! Du hörst mich nicht!
Ich seh dich nicht! Du siehst mich nicht!
Komm her, geh weg!
Halt mich, damit ich dich weg stoßen kann.
Scheiß auf Grenzen! Ich lach dich aus!
Immer in die Fresse! Ich spüre den Schmerz, ich seh’ die Wunden. Jetzt seh’ dich. Jetzt kann ich fühlen.
Hier bin ich sicher. Hier kenn’ ich mich aus.
Tonlos schreit die Sehnsucht, lautstark die Gewalt.
Immer in die Fresse!

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Frühling is coming

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Kommt gut nach Hause

Gestern stolperte ich über einen Retweet von @fischblog

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Heimwegtelefon?, dachte ich fragend. Ist es das was ich vermute?
Einmal weiter geklickt fand ich meine Vermutung bestätigt. Am Ende fand ich das so klasse, dass ich es teilen möchte.
Heimwegtelefon! Das Wort ist in dem Fall selbsterklärend.

Für mehr Sicherheit soll die Telefonhotline “Heimwegtelefon” sorgen. Freiwillige sitzen hier an der Leitung, um diejenigen nach Hause zu begleiten, die nachts alleine auf der Straße sind. Zu Beginn des Telefonats teilt der Anrufer mit, wo er sich befindet und was sein Ziel ist. Dann folgt ein nettes Gespräch, das die Laufzeit verkürzt. In regelmäßigen Abständen wird der aktuelle Standort in Erfahrung gebracht.

Das Thema erinnert an die “#Aufschrei-Debatte”. Viele Frauen – bestimmt auch Männer, kennen das Gefühl allein auf weiter Flur durch die städtische Nacht zu gehen. Ich habe dann meist das Gefühl besonders geschärfter Sinne, merke die Anspannung, den noch festeren und beschleunigten Schritt, die gradere Haltung.
So bitter ich es finde, dass derartige Einrichtungen wie diese Hotline überhaupt sinnvoll sind, ist es eine großartige Unterstützung!
Leider funktioniert diese bisher nur in Berlin. Weiter Städte sollen wohl folgen. Insofern bin ich gespannt, wann das Netz größer werden wird.

Kommt gut durch die Nacht!

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Ein Start ins Wochenende

Es macht Sinn sich das Video im Vollbildmodus anzuschauen….

extrawelt – BREEDLE (Official Video) from denial of service on Vimeo.

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Space Drum!

Einfach faszinierend und total schön!

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