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Flattr und die Kaffeetexte

Die Diskussion und Entstehung von Flattr habe ich schon eine ganze Weile in den unterschiedlichsten Medien verfolgt. Was Flattr genau ist, erklären die schwedischen Hintermänner in diesem Video:

Besonders süß finde ich übrigens: “And when you find something you like, there’s no good way to show love for it”.
Spreeblick hat Flattr sehr gut auf deutsch erklärt. Nachlesen dort lohnt sich.
Wie Viele war auch ich skeptisch und hab zunächst gezögert, bevor ich mich bei diesem Micropayment-Dienst registriert habe. Da Flattr noch nicht für alle Nutzer offen zugänglich ist, dauerte es einige Tage bis die Beta-Einladung kam.

In erster Line habe ich mich übrigens dort nicht  registriert, weil ich unentdeckte Geldschätze vermute, die jemand unter diesem Blog vergraben haben könnte. Anfangs hatte ich gar nicht vor “Kaffee und Texte” mit dem entsprechenden Button zu versehen, weil ich nicht den Anschein erwecken wollte, dass ich mit den großen Hunden – ihr wisst schon was- will. Doch davon bin ich abgekommen, wie man unschwer erkennen kann. Außerdem gehöre ich zu den neugierigen Wesen, die gerne mal etwas ausprobieren – Versuch macht klug.

Die Idee, die hinter Flattr steckt, gefällt mir. Den Lesern oder Zuhörern wird die Möglichkeit geboten, kleine Aufmerksamkeiten zu verteilen. Wir bezahlen für so viele Dinge, ohne frei wählen zu können, wohin unser Geld fließt. Die heilige Kuh mit Namen GEZ ist ein Beispiel. Bei Flattr können wir wählen, können unser monatliches Flattr-Budget an die Beiträge im Netz verteilen, die uns am Besten gefallen haben. Für mich gibt es einige Projekte und Blogs die ich unterstützenswert finde, warum also nicht auch in einer versilberten Form.
Im Grunde kann ich mir vorstellen, dass dieses “Spiel” ein Geben und Nehmen werden wird. Der Penny bliebe entsprechend im Umlauf – zumindest bei den kleineren Blogs. Im größeren Stil, wäre es u. U. eine Alternative für die Tageszeitungsauftritte im Netz, die entweder noch darüber nachdenken oder bereits alles auf Bezahlinhalte umgestellt haben. Meiner Verärgerung hierüber habe ich schon vor einiger Zeit, in meinem Beitrag “Kastrierter Pressespiegel”, Luft gemacht.
Für die Vertreter der Mittelklasse fällt darüber hinaus vielleicht der ein oder andere Betrag ab, um Projekte auszubauen. Ein neues Mikro für den Podcaster, der Eintritt für ein Konzert, über das dann zu lesen sein wird oder einfach nur die Tasse Kaffee, die sich ein Schreiberling gönnt, während er seine nächsten Opfer beobachtet.
Ich denke wir dürfen alle gespannt sein, wie sich Flattr entwickelt. Persönlich freu ich mich – wie über jedes andere Feedback – auch über jeden Klick hier, den ich dann wieder weitergeben kann.

flattr this!
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