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	<title>Kaffee und Texte &#187; &#8230; just some thoughts</title>
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	<description>... was mir beim Kaffee so einfällt</description>
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		<title>Von wegen einfach nur tanzen&#8230;</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Feb 2012 07:04:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Laja</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Na Männer, ihr glaubt ihr seid eindeutig, wenn es um Frauen und Sex geht? Nun, dass mag sein. Möglicherweise seid ihr aber auch einfach nur verkürzt in euren Beschreibungen. Was hätten wir denn da so unter Kumpel: &#8220;Ja, hab die Alte gestern klar gemacht. Jupp, hat sich gelohnt.&#8221; oder wir hätten die Männer, die den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Na Männer, ihr glaubt ihr seid eindeutig, wenn es um Frauen und Sex geht? Nun, dass mag sein. Möglicherweise seid ihr aber auch einfach nur verkürzt in euren Beschreibungen. Was hätten wir denn da so unter Kumpel: &#8220;Ja, hab die Alte gestern klar gemacht. Jupp, hat sich gelohnt.&#8221; oder wir hätten die Männer, die den genießenden, doch schweigenden Gentleman mimen. Sie proklamieren, dass man über Sex nicht spricht, man hat ihn, ebenso wie Geld. Falls es mal eine Flaute gibt, schwenkt man tapfer zur Handarbeit. Es sei denn man ist öffentlickeitstauglich genug, dass man sich den ein oder anderen One Night Stand organisieren kann. Das Gute bei den Schweigern ist , dass sie nicht mitleidig angeschaut werden, wenn die besagte Flaute kommt.</p>
<p>Frauen sind da anders. Sie sind stiller, reden maximal hinter vorgehaltener Hand in einigermaßen vertrauensvoller Umgebung. Kommen beste Freundinnen zusammen, kann sich das ändern. Dann, aber nur dann &#8211; auf das es die Männer beruhigen möge &#8211; wird alles im Detail besprochen. Das Vorspiel, der Akt, das Nachspiel, die Atmosphäre und das Befriedigungslevel. Es wird beschaut was gut und was schlecht war, ganz dem typisch weiblichen Analysegens. Ich bin mir sicher, dass es für Männer besser ist, dass sie keine Ahnung davon haben.<br />
Dem weiblichen Analysegen untersteht selbstverständlich auch die vorangegangene Jagd. Ich stelle mal anheim, ob dass das etwas mit Urinstinkten zu tun hat. Oder sucht ihr euch den jeweiligen Sexpartner nach dem Kriterium des potentiellen Fortpflanzungspartners aus? Wer denkt schon an schreiende Kinder, wenn doch der Spaß im Fokus steht.<br />
Wohl aber gilt es eine mögliche Bettlusche von einem Bettknaller zu unterscheiden. Was bietet sich in Diskotheken nicht mehr an als das Tanzen. </p>
<p>Es mag sein, dass der ein oder andere Leser nun die Augenbraue hebt. Doch in der Tat ist das relevant. Es ist schließlich eine Form des Körpergefühls, die sich da zeigt. </p>
<p>
<a href="http://www.kaffeetexte.de/wp-content/gallery/kunst/maler.jpg" title="Ägyptischer Maler um 1400 v. Chr. - Sängerinnen und Tänzerinnen - Wandmalerei aus einem Grab in Theben" class="shutterset_singlepic351" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-right" src="http://www.kaffeetexte.de/wp-content/gallery/cache/351__160x120_maler.jpg" alt="Ägyptischer Maler um 1400 v. Chr. - Sängerinnen und Tänzerinnen - Wandmalerei aus einem Grab in Theben" title="Ägyptischer Maler um 1400 v. Chr. - Sängerinnen und Tänzerinnen - Wandmalerei aus einem Grab in Theben" />
</a>
Nehmen wir doch mal den Gothik-Typen, der mit wedelnden Armen einen Schritt vor und einen zurück tanzt, dabei den Kopf schräg zur Schulter neigt, den Oberkörper nach vorne beugt und den Blick gesenkt hält.<br />
Oder den zu Elektrorythmen zuckenden, der wirkt als habe man ihm unter Strom gesetzt.<br />
Die Metaller, die wild das Haupthaar zum Gitarrengeschrammel schütteln, gerne dabei auch die Luftgitarre erklingen lassen und bei allem eine besonders ausgeprägte Nackenmuskulatur haben (müssen).<br />
Doch auch der Gefühlvolle ist schon dann und wann gesichtet worden, der eher auf die melodischen, sanften Stücke tanzt und dabei ganz in der Melodie aufgeht. Wie eine Weide in einer feinen Brise, schwingt der Tänzer hin und her, hin und her, den Hals gestreckt, der Blick scheu und wässrig.<br />
Der Esoteriker würde auch diese Musik wählen und sich so ganz hineingeben in die Schwingungen die der Bass auf den Tanzboden überträgt.<br />
Das Gros der Tänzer sind Mainstreamzappler, die ihr Gewicht mal auf den einen mal auf den anderen Fuß verlagern. Falls ihr glaubt, da gäbe es keinen Unterschied, habt ihr noch nie auf die Feinheiten geachtet. Wie ist die Handstellung, wie der Blick? Ist der Beinwechsel geschmeidig oder ruckartig? Sind die Arme angewinkelt und bewegen sich wie bei der freudig erregten Tante Lisbeth, wenn sie ihren dreijährigen Neffen auf sich zulaufen sieht oder doch mehr wie beim Ententanz? Vielleicht wirken die Arme auch mehr als habe er kleine Hanteln in den Fäusten und befinde sich im Geiste auf dem Laufband oder sonstigem Cardiogerät. Das wäre dann der Sporttänzer. Dieser geht nicht in die Disco, er geht zum Training.<br />
Es gibt noch den Gockel, der seinen Namen wegen seiner geradezu pickenden &#8220;Vor-und-zurück-Bewegung&#8221; des Kopfes erhält. Als Hahn im Korb ist er gänzlich ungeeignet, eher wirkt eher wie ein armes Hähnchen, dem Mutti noch das Hemd gestärkt hat, bevor er auf den Swutsch<sup><a href="http://www.kaffeetexte.de/von-wegen-einfach-nur-tanzen/#footnote_0_4080" id="identifier_0_4080" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="norddeutsch f&uuml;r unterwegs sein, durch die Gemeinde ziehen, in die Disco oder Kneipe gehen">1</a></sup> ging. Er wird in der Regel den Laden vor ein Uhr wieder verlassen.<br />
Der Selbstverliebte und Tanzflirter ist daran zu erkennen, dass er beim Tanzen wohlüberlegte Bewegungen einsetzt, um die Muskulatur der vorteilhaften Körperstellen hervorzuheben. Er weiß um deren Wirkung, tanzt gerne auch mehr oder minder dezent aus der Hüfte und sucht den Blick der ein oder anderen Schönen, die am Rand der Tanzfläche steht. Schnell wird er zu flirten beginnen und mit den Blicken spielen. Er ist aber mehr die Biene, die nciht lange bei einer Blume bleibt. Also wird aus dem Frühstück am nächsten morgen schon mal nichts werden, solltet ihr darauf Wert legen.<br />
Der Lässige ist nicht zu vergessen, er steht den Abend über an einer Stelle von welcher aus er möglichst den ganzen Laden im Blick hat. Er scannt die Beute nach seinem ureigenen Beutemuster, ohne dass man ihm das anmerken würde. Er wirkt cool, unnahbar, doch durchaus nicht uninteressant. Allerdings besteht die Gefahr die Katze im Sack mitzunehmen, da diese Exemplare nie tanzen.</p>
<p>Das waren die Kategorien der Nüchternen. Mit dem ein oder anderen Pulver oder Alkohol bietet sich hier noch ein breiteres Spektrum, aber je nach Menge ist dann nicht mehr wirklich guter Sex drin, insofern Finger weg.</p>
<p>Wenn ihr diese Herangehensweise noch nie bedacht habt, Mädels. Heute ist Samstag. Und Männer: bloß keine neuen Tanzstile überlegen, die ihr nicht zu Hause vor dem Spiegel eingeübt habt und die euch in Fleisch und Blut übergegangen sind. Denn nichts ist schlimmer als jemand der so tut als ob.</p>
<p><small><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tanz" target="_blank">Bildquelle GNU FDL 1.3</a></small></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_4080" class="footnote">norddeutsch für unterwegs sein, durch die Gemeinde ziehen, in die Disco oder Kneipe gehen</li></ol> <p><a href="http://www.kaffeetexte.de/?flattrss_redirect&amp;id=4080&amp;md5=49775ef2d135270851e40667bd989d67" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.kaffeetexte.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>In 24 Stunden um die eigene Achse</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 17:37:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Laja</dc:creator>
				<category><![CDATA[... just some thoughts]]></category>
		<category><![CDATA[Alltägliches]]></category>

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		<description><![CDATA[Noch einmal sagst du &#8216;Morgenstund hat Gold im Mund&#8217; und ich vergesse mich. Denn an solchen Tagen bohrt sich dein vor guter Laune strotzender Allerweltsspruch in mein gestresstes Seelchen, gar so als würde sich ein spitznageliger Finger in mein Auge&#8230; Na gut lassen wir das, denn es geht um einen Tag, einen Auszug aus dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Noch einmal sagst du &#8216;Morgenstund hat Gold im Mund&#8217; und ich vergesse mich.<br />
Denn an solchen Tagen bohrt sich dein vor guter Laune strotzender Allerweltsspruch in mein gestresstes Seelchen, gar so als würde sich ein spitznageliger Finger in mein Auge&#8230; Na gut lassen wir das, denn es geht um einen Tag, einen Auszug aus dem <del datetime="2012-01-21T20:11:24+00:00">ganz normalen</del> 24/7 Wahnsinn. <div class="wp-caption alignright" style="width: 170px"><a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/b/b2/Prague_-_Astronomical_Clock_Detail_1.JPG/320px-Prague_-_Astronomical_Clock_Detail_1.JPG"target="blank"><img alt="" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/b/b2/Prague_-_Astronomical_Clock_Detail_1.JPG/320px-Prague_-_Astronomical_Clock_Detail_1.JPG" title="Prague - Astronomical Cock Detail, March 2004 by Maros Mraz, GNU-FDL/CC BY-SA 3.0" width="160" height="120" /></a><p class="wp-caption-text">Prague-Astronomical Clock</p></div>Beginnen wir mit dem<br />
Aufstehen beim zweiten Weckerklingeln. Immerhin musste nur noch ein Wecker ein zweites Mal ran, die anderen beiden durften weiterschlafen. &#8220;Bis Morgen, Jungs!&#8221;, dachte ich bei mir als ich behände aus dem Bett torkelte, nachdem ich noch sanft die schlaftrunkenen Katzen von mir runter geschoben hatte. Fragen Sie nun bitte nicht warum meine Wecker männlich sind. Das tut nichts zur Sache.</p>
<p>Kennen Sie das, wenn der Kopf einem Fitheit vorgaukelt und den Körper hinter sich her zieht? So in etwa gelangte ich in die Küche.<br />
Es folgte die Fortsetzung des Programms &#8220;Und täglich grüßt auch ihr Murmeltier!&#8221; Wir wissen ja: jeder Mensch braucht seine Rituale.<br />
Stück für Stück setzte sich der Tag in Gang. Selbst die Wegstrecken, die man in der Wohnung zurücklegt, sind fast immer gleich. Jede Abweichung führt zwangsläufig zur Zeitverzögerung, weil flexibel sein noch nicht geht. Das Gehirn braucht nun einmal Zeit oder meines braucht das so früh am Morgen.<br />
Genau weiß ich nicht was mich damals ritt, als ich für 8.00 einen Termin beim Frauenarzt vereinbart hatte. Ich muss gänzlich umnachtet gewesen sein. Das kommt von meinen arbeitgeberfreundlichen Denkweisen. Denn sobald ich gefragt werde, sage ich immer, wirklich immer: „Bei mir geht es am besten sehr früh oder sehr spät.“ So findet man sich dann schon mal um diese Frühvogelwurmzeit in einer Praxis wieder.<br />
An diesem Morgen war ich letztlich schneller fertig als gedacht. Wenn da schon noch Zeit ist, kann man die ja gut nutzen. Da sich für den Abend Besuch angekündigt hatte, macht es Sinn noch einmal eine schnelle Putzrunde durch das Bad zu drehen.<br />
Natürlich war ich bereits komplett angezogen und fertig als ich an der Duschwanne versehentlich die Brause statt den Hahn anstellte. Das war nun mehr als blöd. Meine rechte obere Körperhälte tropfte vergnügt vor sich hin, als ich fluchend zurück in das Schlafzimmer stürzte, um mir das Oberteil vom Leib zu reißen. Allmählich wurde dann auch die Zeit knapp. Also schnell den Fön geschnappt und einmal neu frisiert. Mit dem Gefühl: „Geht schon, regnet eh draußen!“ und neuer Bekleidung, verließ ich dann eilends das Haus. Noch war ich in dem Glauben der Termin sei um 8.15 Uhr. Nach erfolgtem Verkehrsmittelwechsel, der Tatsache, dass mich die entgegenkommende Friseurschülerhorde nicht überrollt hatte, sagte mir im Bus letztlich mein smartes Handtelefon, dass ich wohl eine falsche Information in meinem Kopf abgespeichert hatte.<br />
Nun denn, war wohl nichts mit Entspannung. Im Laufschritt stürmte ich die Praxis. Knallte etwas zu energisch meine Handtasche auf den Tresen und rief sprudelnd: &#8220;Guten Morgen, ich habe einen Termin. Tut mir leid, ich steckte im Verkehr.&#8221; Himmel, wieso nur komme ich an dieser Stelle auf eine gewisse Doppeldeutigkeit, denke ich bei mir, während ich zu Atem komme. Muss wohl an der Umgebung liegen. Folgsam nehme ich im Wartezimmer Platz. Und dann geht alles ganz schnell:<br />
Einmal reinschauen, freundlich die Hand schütteln, sich zum nächsten Mal in einigen Monaten verabreden. Rechnung eintüten (lassen) und gut. Tja-Frauenarzt eben.  </p>
<p>Punkt 9.00 Uhr lande ich im Büro und sinke erschöpft in meinen Stuhl. Immerhin habe ich noch einen Moment bevor ich mit möglichst wachem Geist in eine Gesprächsgruppe durchstarten muss. Die nächsten Stunden des Tages wirken am Ende wie in den Wind geblasen.<br />
Besonders eindrucksvoll sind immer wieder jene Männer, die nach längeren therapeutischen Mühen ihre Gefühlswelt entdecken und in Erinnerungen an alte Zeiten schwelgend den „Vorher/Nachher-Vergleich“ anstellen. Zeiten in denen sie doch so viel anders waren, wahre Macker eben, die besonders Frauen gegenüber besser keine Schwäche zeigten. </p>
<p><div class="wp-caption alignleft" style="width: 183px"><a href="http://www.kleiner-kalender.de/images/teaser/handtuchtag.jpg"><img alt="" src="http://www.kleiner-kalender.de/images/teaser/handtuchtag.jpg" title="Anhalter mit Handtuch, im Hintergrund eine Galaxie. Urheber: kreg.steppe, Lizenz: creative commons" width="173" height="116" /></a><p class="wp-caption-text">Anhalter mit Handtuch...</p></div> Ein Auszug zum Verständnis:<br />
„Waren sie jemals mit Gefühl mit einer Frau zusammen oder ging es nur um den mechanischen Akt?“<br />
„Gefühle? Nö! War schon eher mechanisch. Aber ich musste gut sein. Am besten war&#8217;s, wenn da ein nasses Handtuch im Bett lag und sie mich völlig geschafft anhimmelte. Mit ihr (der neuesten Flamme) ist das heute anders. Wir reden und das ist alles so, so rein irgendwie.“<br />
Ich verscheuche das Bild mit dem nassen Handtuch. Habe kein Bedürfnis nach Vertiefung und sage nur: „Dann stimmte die Leistung, hm?“<br />
„Ja genau! So wie in allem eben.“ </p>
<p>So reihen Klientengespräche sich an Kollegengespräche, die Konferenz mündet in Schreibarbeit, zwischendurch den Hunger stillen und schließlich seufzend feststellen, dass ich mal wieder vergessen habe zu trinken.</p>
<p>Auf dem Heimweg habe ich die S-Bahn-Jagd so erfolgreich durchgeführt, dass ich eine Weile mit meiner in der Tür klemmenden Handtasche fahre. Den Blicken meiner Mitreisenden begegne ich mit gönnerhaftem Lächeln. Es ist doch schön, wenn meine Mitmenschen Freude haben. Nach einem kurzen Zwischenstopp zu Hause gilt es beim Betreiben des Ausgleichsports noch etwaigen Verfettungstendenzen entgegenzuwirken.<br />
Irgendwann lande ich dann hier, an ebendieser Stelle.</p>
<p>Was für ein Tag spu(c)kt es mir in den Sinn.<br />
Wieder einmal habe ich mal eben schnell meine Welt gerettet und bin in meinen Tagträumen einmal um sie herum gejettet. Am Ende sinke ich ermattet in die Federn und habe mich mal eben in 24 Stunden um die eigene Achse gedreht.</p>
<p>Und Sie so?</p>
 <p><a href="http://www.kaffeetexte.de/?flattrss_redirect&amp;id=3918&amp;md5=37f7372c2006469a60291da4c73a86e1" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.kaffeetexte.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Wenn der Dschungel ruft&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 11:11:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Laja</dc:creator>
				<category><![CDATA[... just some thoughts]]></category>
		<category><![CDATA[Dschungelcamp]]></category>
		<category><![CDATA[Ich bin ein Star holt mich hier raus]]></category>
		<category><![CDATA[RTL]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;gibt es für Viele kein frühes Zubettgehen mehr. Ich bekenne, ich gehöre dazu. &#8220;Warum ausgerechnet das?&#8221;, &#8220;Das schau ich mir nicht an, ist zu spät und außerdem viel zu eklig&#8221;, sind die Kommentare derer, die mich bei meiner Bekenntnis ansehen, als sei ich seltsam. Das sind im übrigen die gleichen Menschen, die beherzt &#8216;Bauer sucht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;gibt es für Viele kein frühes Zubettgehen mehr.</p>
<p><img class="ngg-singlepic ngg-center" src="http://www.kaffeetexte.de/wp-content/gallery/gemischtes2/ibes2012.jpg" alt="ibes2012" /></p>
<p>Ich bekenne, ich gehöre dazu.<br />
&#8220;Warum ausgerechnet das?&#8221;, &#8220;Das schau ich mir nicht an, ist zu spät und außerdem viel zu eklig&#8221;, sind die Kommentare derer, die mich bei meiner Bekenntnis ansehen, als sei ich seltsam. Das sind im übrigen die gleichen Menschen, die beherzt &#8216;Bauer sucht Frau&#8217;, &#8216;Schwiegertochter gesucht&#8217; oder DSDS-Castings schauen, um dort der Verhöhnung der in ihren Fähigkeiten Eingeschränkten beizuwohnen. Wir kennen das ja bereits, dass die Selbstbefriedigung Einzelner unter der Decke des Fremdschämens funktioniert und Selbsterhöhung auf Kosten anderer einfach orgastische Maße erreicht. Ich <a href="http://www.kaffeetexte.de/fremdschamen-und-die-selbstbefriedigung/" target="_blank">schrub bereits</a> darüber.</p>
<p>Das ist im Dschungel anders. Es ist ein Format, das einmal im Jahr ausgestrahlt wird. Fast kann man das daher mit Eurovisions- oder dem Superbowlfieber vergleichen.<br />
In den Dschungel gehen Leute, für die mediale Aufmerksamkeit und der Umgang damit nicht fremd ist. Unsere Alteisen-Promis, die keiner mehr so richtig auf dem Zettel hat, doch irgendwie jeder kennt. Ramona Leiß ist wohl jedem schon einmal als Moderatorin begegnet. Wer erinnert sich nicht an Tic Tac Toe, hat schon einmal Ailton kicken sehen oder erinnert natürlich Brigidde aka Brigitte Nielsen und sei es nur an der Seite von &#8220;Sly&#8221; &#8211; Sylvester Stallone.<br />
So ist es RTL auch dieses Mal gelungen eine nette Mischung aus Sport, Fernsehen, Mode, Musik, Internationalem und Schrägem, Jungem und Altem zusammenzustellen. Das Muster ist dabei immer das Gleiche. Psychisch angeschlagene J-Promis, die den Absturz von der G-Promistufe noch nicht verwunden haben, Egozentriker und Zicken treffen auf halbwegs bodenständige Charaktere, die ihre Macken etwas versteckter pflegen. Natürlich muss es auch eine kleine Dschungelromanze geben. Dieses Mal gespielt von Rocco, dem verstoßenen Sohn des Herrn Ochsenknecht und Kim, der quirligen DSDS-Schminktasche.<br />
In dieser Staffel finde ich die Psychodichte übrigens etwas geballter. Frau Leiß hinterließ zuweilen den Eindruck als erlebe sie einen kalten Entzug, Herrn Raven brannte der Helm, als würde er im besten Fall die Palmen hochgehen und Daniel Lopes verfiel kurzzeitig in depressiv-autistisches Gebahren bevor er wieder manisch wurde. Auch eine Micaela Schäfer hat so ihre Not mit ihrer Textilallergie und das als Model. Mag es anfangs noch witzig gewesen sein, so fühle ich mich von ihrem blanken Po, dem schlecht gemachten Busen und ihrer merkbefreiten Art inzwischen mehr als gelangweilt. Allzu erfrischend sind da doch die quietschfidele Kim, Rocco mit dem Vatertrauma und Brigidde, die einfach durch und durch Profi ist.</p>
<p>So flimmert zwei Wochen lang jeden Abend der Dschungel über den Schirm. Im Übrigen bin ich mir nicht sicher, ob ich das auch schauen würde, würden nicht Dirk Back und Sonja Zietlow die Sendung moderieren. Die beiden sind einfach ein tolles Team und in ihrer Art höchst amüsant, zynisch aber nicht destruktiv.</p>
<p>Das alles ergibt gemeinsam mit den Kommentaren meiner Twittertimeline ein allzu nettes Gemisch, dass mich tapfer wachbleiben lässt.<br />
Zu guter Letzt oute ich mich mal mit meiner Einschätzung wer gewinnt. Ich kann mir Ailton und Brigidde als Dschungelkönig/königin gut vorstellen. Da ich fürchte, das Ailton nicht bis zum Schluss durchhält, sag ich mal: Brigidde wird&#8217;s.</p>
<p>Was meint ihr?</p>
 <p><a href="http://www.kaffeetexte.de/?flattrss_redirect&amp;id=3989&amp;md5=b2e4f3b56a5b30bd8ce3f9889ce89fc9" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.kaffeetexte.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Entschleunigtes Geschenke-bashing</title>
		<link>http://www.kaffeetexte.de/entschleunigtes-geschenke-bashing/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Dec 2011 21:32:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Laja</dc:creator>
				<category><![CDATA[... just some thoughts]]></category>
		<category><![CDATA[Jahresabschluss]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>
		<category><![CDATA[zwischen den Jahren]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist wieder so weit. Wir befinden uns in der Zeit nach Weihnachten und vor Silvester. Manche nennen sie die Zeit zwischen den Jahren, andere die Zeit zwischen den Tagen. Alle haben für diese Zeit irgendwie eine besondere Beschreibung. Es ist keine normale Woche. Es ist die Zeit dazwischen. Alles ist langsamer. Alles ruht. Mangels [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist wieder so weit.<br />
Wir befinden uns in der Zeit nach Weihnachten und vor Silvester.<br />
Manche nennen sie die Zeit zwischen den Jahren, andere die Zeit zwischen den Tagen.<br />
Alle haben für diese Zeit irgendwie eine besondere Beschreibung. Es ist keine normale Woche. Es ist die Zeit dazwischen.<br />
Alles ist langsamer. Alles ruht. Mangels Masse erlebt man keine Hektik im öffentlichen Nahverkehr. Die Luft ist nicht von hastigen Atemzügen verbraucht, sondern von Spirituosen und anderen Alkoholika geschwängert. Ein Gegenüber in der Bahn, mit einem Blick ‚auf halb 8’, hat seine Gesichtszüge schlafen gelegt. Als sein Handy klingelt, fummelt er mühsam auf den – dank Touchscreen – wenigen Tasten herum, bevor er mit Slow-Mo-Stimme ein kehliges „Haaalooo“ in das Handtelefon raunt. Sein Glück das sein Telefongegner redet und er mit kurzen ‚Jas’ und ‚Ohs’ antworten kann. Schließlich legt er mit einem schlichten ‚Ok’ auf. Ja so einfach geht das, denke ich bei mir als ein Sitz weiter ein junger Wilder in sein Headset brüllt: „Das finde ich auch, der geht mir auf’n Sack und ich sach dir, ich könnt dem eine vor die Fresse hauen.“<br />
Meine Güte wie unentspannt. Das wollen wir aber nicht in der entschleunigten Phase des Alltags. Immerhin haben wir dieses Vergnügen nur einmal im Jahr.</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 216px"><a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/a/a6/Bundesarchiv_Bild_183-19000-0486%2C_Junge_Frau_beim_Silverstfeiern.jpg/206px-Bundesarchiv_Bild_183-19000-0486%2C_Junge_Frau_beim_Silverstfeiern.jpg"><img alt="Silvester 1951; Foto der DDR-Nachrichtenagentur ADN - Deutsches Bundesarchiv (German Federal Archive), Bild 183-19000-0486 / CC-BY-SA" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/a/a6/Bundesarchiv_Bild_183-19000-0486%2C_Junge_Frau_beim_Silverstfeiern.jpg/206px-Bundesarchiv_Bild_183-19000-0486%2C_Junge_Frau_beim_Silverstfeiern.jpg" title="Junge Frau beim Silverstfeiern" width="206" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Silvester 1951; Foto der DDR-Nachrichtenagentur ADN - Deutsches Bundesarchiv (German Federal Archive), Bild 183-19000-0486 / CC-BY-SA</p></div>
<p>Was an dieser Zeit ebenfalls besonders ist, ist die Reinigung. Das Entschleunigte führt zum Innehalten. Es ist in etwa wie das Wollwaschprogramm einer Waschmaschine. Keine wilden Schleudergänge. Langes Einweichen, leise Drehungen und ein abschließendes Schonschleudern.<br />
Das Innehalten eröffnet sodann den Blick auf die Umwelt. Manche mögen erstaunt feststellen, in welcher Welt sie gerade leben, wie ihre Wohnung aussieht und wie viele Erinnerungen sich &#8211; bisher unbeachtet &#8211; im letzten Jahr ansammelten. Also wird ausgemistet: die Wohnung, der Schreibtisch im Büro, die eigene innere Welt. Es folgt der Jahresabschluss, ein Ressumee.</p>
<p>Doch es gibt auch die, die es nicht sein lassen können. Das ist nun so gar nicht deren Welt. Diese Ruhe nach all der Hektik vor den Tagen aller Tage. Beflissen nutzen sie den ersten außerfamiliären Kontakt mit Mitmenschen, um die Ergebnisse der weihnachtlichen Beutejagd zu präsentieren. Was folgt ist das Geschenke-bashing. Ich befürchte, es ist ein eher weibliches Phänomen. Zumindest ist es mir mit Männern noch nicht untergekommen. Ich neide den Männern oft ihre Distanz zu diesen Dingen. Außerdem wage ich zu behaupten, dass die meisten Männer nur schenken, um bloß keine schmollende Zicke unter dem Weihnachtsbaum zu erleben. Dann können die Feiertage ja so fürchterlich lang werden. Auch die Wir-schenken-uns-nichts-Falle wissen erfahrene Männer zu umgehen, da Frau sich selten an solche Absprachen halten kann. Und wenn doch, wird sie es ausgiebig im Frauenzirkel nachbereiten. Denn es muss doch wahre Liebe sein, wenn er sie unbedingt beschenken will.<br />
Bei Frauen gestaltet sich das so: „Was hast du zu Weihnachten bekommen?“, ist der langsame Auftakt zur Vorbereitung der heißen Phase. Nervös wird sich die Lippen befeuchtet bis sie endlich geäußert ist, die unvermeidbare Frage: „Und was hat dir dein Mann/Freund/Liebster so geschenkt?“ Was bei der Zuhörerin folgt ist ein blitzschneller Vergleich. War ihres wohl teurer, schöner, am Ende gar romantischer als meines? Böses Faul, wenn sie sich diese Überlegung bejahen muss. Das kommt bei der Beantwortung der sich nähernden Gegenfrage einer demütigenden Bloßstellung gleich. Sie wird dann mit leiser Stimme erzählen und sich sogleich für ihren dusseligen Mann, der wieder einmal das falsche Geschenk aussuchte, entschuldigen. Seufzend wird sie enden mit: „Naja so sind die Männer, die haben da eben nicht so den Sinn für. Aber sonst, also sonst ist das (!) ein echt lieber…“ Kann sie die Frage für sich verneinen, wird sie den Rücken durchdrücken, mit gespielter Bescheidenheit lächeln. Sie wird die Lider für einen Atemzug leicht gesenkt halten, um den Nachhall der überwältigenden Erinnerung in den Raum zu transportieren. Die Andere wird spätestens dann an ihren Lippen hängen und letztlich rechtfertigend ihren Liebsten entschuldigen.</p>
<p>Ja es ist schon eine seltsame Zeit, diese Zeit dazwischen. </p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Bundesarchiv_Bild_183-19000-0486,_Junge_Frau_beim_Silverstfeiern.jpg&#038;filetimestamp=20081203231708" target="_blank">Bildquelle</a></p>
 <p><a href="http://www.kaffeetexte.de/?flattrss_redirect&amp;id=3832&amp;md5=1852c96506b0162309610660551edcd2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.kaffeetexte.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Von Frauen, Männern und Besen</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 20:37:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Laja</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Besen]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Neue Besen kehren gut!&#8221; Wer kennt diesen Spruch nicht, den so mancher Chef gerne als Rechtfertigung für die blutjunge, neueingestellte Mitarbeiterin verwendet. Giftpfeilsprühende Blicke von den Alteingesessenen begleiten sie bei jedem Gang über den Flur. Junge Besen kehren gut, doch alte kehren besser, zischen sie ihr zu. Ein Spießrutenlauf für beide Seiten. Die Konkurrenz schläft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Neue Besen kehren gut!&#8221; </p>
<p>
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</a>
 Wer kennt diesen Spruch nicht, den so mancher Chef gerne als Rechtfertigung für die blutjunge, neueingestellte Mitarbeiterin verwendet. Giftpfeilsprühende Blicke von den Alteingesessenen begleiten sie bei jedem Gang über den Flur. Junge Besen kehren gut, doch alte kehren besser, zischen sie ihr zu.<br />
Ein Spießrutenlauf für beide Seiten. Die Konkurrenz schläft nicht. </p>
<p>Doch &#8211; da wäre noch eine Facette!<br />
Na Männers, wer hat schon mal mit einem neuen und alten Besen im direkten Vergleich gekehrt?<br />
Hättet ihr mal, dann wüsstet ihr um das Geheimnis der Besen. Doch bringen wir für euch mal etwas Licht ins Dunkle. </p>
<p>Junge kehren wild und ruppig, lassen den Staub tanzen, treiben ihn vorwärts, lachend. Starke, stachelige Borsten biegen sich voller Spannung. Zack, zack &#8211; wie die zuckenden Blitze der Diskobeleuchtung. Die Ecken des Raumes werden ausgespart. Zu nebensächlich, zu uninteressant für den Augenblick. Wichtig ist das große Ganze, der kleine Schmutzhaufen, der sich letztlich aufgeregt in einem aufreibenden Höhepunkt auf der kleinen Schaufel ergießt.  </p>
<p>Und Alte? Ja, die kehren mit Ruhe, gerne auch ein zweites Mal über die gleiche Stelle. Die Borsten sind so weich und geschmeidig, dass sie sich mühelos, wie selbstverständlich in jede Ecke und jeden Winkel schmiegen. Stolz schiebt der Besenstiel die Bürste vorwärts. Die Bewegungen sind eingespielt und miteinander verwoben. Beide sind untrennbar verbunden. Ihr Zusammenspiel überträgt sich auf die Atmosphäre im Raum. Gefühltes Knistern und Knacken rührt von eben jenem unsichtbaren Feuer. Kein Staubkörnchen wird vergessen. Alles sammelt sich und landet letztlich in einem ebenso umfassenden Höhepunkt auf der Schaufel. Erschöpft, doch glücklich: &#8220;Hach,&#8221; seufzt selbst die kleinste Fussel von allen &#8220;das war der längste Weg zur Schaufel, den ich je hatte!&#8221;</p>
<p>Noch Fragen?  </p>
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		<title>Fuck the world!</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 05:33:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Laja</dc:creator>
				<category><![CDATA[... just some thoughts]]></category>
		<category><![CDATA[S-Bahn]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern hatte ich einen meiner alltägliche Ortstermine in der S-Bahn. Es war beste Feierabendzeit und entsprechend gefüllt. Ein 4-Sitzer war bis auf einen Platz frei. Die Einsteigenden sahen schnell warum und mieden den Platz weiträumig. Das lag wohl an dem auf Krawall gebürsteten Wesen, dass dort saß. Eine Frau, schätzungsweise Mitte 20, saß dort und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern hatte ich einen meiner alltägliche Ortstermine in der S-Bahn. Es war beste Feierabendzeit und entsprechend gefüllt.<br />
Ein 4-Sitzer war bis auf einen Platz frei. Die Einsteigenden sahen schnell warum und mieden den Platz weiträumig. Das lag wohl an dem auf Krawall gebürsteten Wesen, dass dort saß. Eine Frau, schätzungsweise Mitte 20, saß dort und motzte lautstark über alles mögliche. Ich saß einen Sitz weiter ihr gegenüber. Sie trug einen adretten grauen Mantel, Jeans und Turnschuhe, die Haare noch nass und sie roch frisch geduscht. Kleiderkammer, gratis duschen, Druckraum schoß mir durch den Kopf. Ja sie erinnerte mich sehr an die Leute mit denen ich früher mal gearbeitet habe. Der &#8220;Knaller&#8221; den sie sich gesetzt hat, muss von der guten Sorte gewesen sein. Ihre Pupillen sprachen Bände. Neben sich hatte sie ein Alcopop und einen Jägermeister. Die Leute beobachteten sie. Manche lachten verhohlen, andere blickten angewidert, wieder andere angespannt und aggressiv, manche arrogant.<br />
Es war nicht verwunderlich, dass die zugestiegenen Bahnschupos sie sofort ansprachen: &#8220;Nimm mal die Füße vom Sitz.&#8221; Sie folgte der Anweisung, wenn auch motzend.<br />
&#8220;Ich versteh das nicht. Da sitzen die Arschlöcher hier und fressen ihren Kebab. Keinen interessiert das, wenn die uns mit ihren Pommes und dem Scheiß belästigen, aber Alkohol, ja Alkoholverbot.&#8221;<br />
Da fiel dem Schupo dann auch auf: &#8220;Wie? Alkohol trinken sie auch noch?&#8221;<br />
Oh, erst die Füße nun auch noch den Alk, den er doch eigentlich übersehen wollte oder einfach zu dusselig war, weil er sich so sehr auf ihre Füße konzentriert hatte. Er wechselte zwischen Du und Sie, wie es gerade passte: &#8220;Pack das mal weg oder du steigst die nächste aus.&#8221;<br />
Natürlich ließ sie das nicht unkommentiert, packte ihren kleinen Jägermeister aber weg und er gab sich zufrieden.<br />
Sie wetterte weiter: &#8220;Ma im ernst. Das ist doch scheiße. Da wollte ihr von den Alkoholikern, die eh nix haben 40 Euro und die anderen Fressen sich hier dicht. Das versteh ich nicht. Scheiß Land hier. Erklär mir das ma!&#8221; Der Bahnschupo schüttelte den Kopf, gab vor mit seinem Kollegen den Wagen verlassen zu müssen und ging. &#8220;Ja klar, da weißte auch keine Antwort. Da fressen die sich dicht. Ich hab seit Tagen nix gegessen und hab Hunger wie Sau und die Fressen ihren Kebab. Scheiß Kanaken, kommen alle her und machen nix als Kebab. Scheiß Land. Alkoholsteuer, Tabaksteuer aber bloß nicht an die Großen. Fuck the world.&#8221; Sie verlagerte sich zwischendurch immer wieder auf ein singendes &#8220;Fuck the woooorrrld, fuck, fuck, fuck the world.&#8221; An keiner Stelle hat sie irgendjemanden direkt angepöbelt oder beleidigt bis sie am Hauptbahnhof ausstieg.</p>
<p>Die Leute im Waggon grinsten, schauten angewidert, drehten sich arrogant weg. Es ist übrigens interessant, wenn man auf die mimischen Kontaktversuche der gegenüber Sitzenden nicht eingeht. Also einem Grinser nicht zurück grinst oder die Augenrollerin einfach nur regungslos ansieht. Da fühlen sich viele doch kurzzeitig unwohl. So ein Mist, keine die mit mir mimisches Lästern betreibt, scheinen die Gedanken zu sagen.</p>
<p>Hat ihr irgendjemand zugehört? Ich sage mal, nein. Würde man die anderen Fahrgäste fragen, käme wohl kaum was bei rum. </p>
<p>Seid ihr so stolz auf euer kleines scheiß Leben?<br />
Seid ihr so viel bessere Arschlöcher?<br />
Und du da, schön was in den Klingelbeutel geschmissen am Sonntag? Ja ist super, die ganzen Einrichtungen müssen ja auch unterhalten werden. Wäre ja auch scheiße, gäbe es keinen Ort mehr, wo man ungestört Kinder ficken kann.<br />
Ach, dass findest du nun zu hart gesagt? Ja ich kann auch anders aber warum, immerhin hörst du ficken, Arschlöcher und achja, Fuck the world!</p>
<p>Hat sie nicht recht sich darüber zu mokieren, dass Alkoholkonsum, der Konsum(!) in der Bahn bestraft wird und die Kebab-, Pommes-, und Burgerkauer nicht? Ich finde das auch belästigend. Dafür muss ich nicht zu den Hungerleidenden gehören. Doch belangt wird hier keiner.<br />
Sie wettert über die Steuern. Ja wie schnell ist der Staat denn bei Tabak und Alkohol und wie lange braucht er im Vergleich, um über eine Reichensteuer zu entscheiden. Wie oft hast du, ja genau du, dich da an deinem Stammtisch oder vorm Nachrichtensender schon aufgeregt. Doch bei ihr lachst du? Ach ja, sie sagte ja: Fuck the world.</p>
<p>Zugegeben ihr Ton war harsch, sie war zugedröhnt bis in die Haarspitzen, sie war laut, teilweise unter der Gürtellinie, einmal auch überhaupt nicht politisch correct. So kam sie allen sehr nah, trotzdem hat sie eine Stimme! </p>
 <p><a href="http://www.kaffeetexte.de/?flattrss_redirect&amp;id=3408&amp;md5=c7487e43795de7b21fe3ce4a658b00ad" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.kaffeetexte.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Von Kaffeefahrten und Sexmails</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Oct 2011 09:51:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Laja</dc:creator>
				<category><![CDATA[... just some thoughts]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich weiß noch gut wie meine Großmutter einst beschloss, dass sie auf eine Kaffeefahrt fahren wollte. „Ohje“, merkte die Familie auf, „bist du dir sicher? Laß&#8217; das lieber bleiben, das sind doch alles Hallodris und Quacksalber.“ „Ach was“, hatte sie damals abgewunken. „So billig kommen wir nie ins Allgäu.“ Ich -nun nennen wir es &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich weiß noch gut wie meine Großmutter einst beschloss, dass sie auf eine Kaffeefahrt fahren wollte. „Ohje“, merkte die Familie auf, „bist du dir sicher? Laß&#8217; das lieber bleiben, das sind doch alles Hallodris und Quacksalber.“ „Ach was“, hatte sie damals abgewunken. „So billig kommen wir nie ins Allgäu.“ Ich -nun nennen wir es &#8211; durfte mit. Damals war ich noch nicht im wehrfähigen Alter. Dennoch erhielt ich den Auftrag auf sie aufzupassen, sie solle sich bloß nichts aufschwätzen lassen. </p>
<p>So fuhren wir einige Tage später los. Die Großmutter, der Großvater und ich. Der Bus war voll. Jeder Platz war besetzt. Ich fand das total spannend und war schon ein bisschen stolz mit einem so tollen Bus fahren zu dürfen. Immerhin hatte der ein Klo. So saß ich da lauschte den Gesprächen der alten Leute, die allesamt fest planten nichts zu kaufen. Wer brauche schon Lamadecken. Schließlich lägen die Zeiten in denen man für die Aussteuer habe sammeln müssen schon lange zurück. </p>
<p>Hier ein Lachen, dort ein Husten und über allem fröhliches Geschnatter. Ich saß da und konzentrierte mich so sehr ich konnte auf meine Blase. ‚Oh bitte’, dachte ich, ‚werd voll und lass mich müssen müssen’. So gerne wollte ich doch das Busklo ausprobieren. Auf die Idee einfach zu behaupten ‚ich müsse mal’, kam ich damals noch nicht. Dafür hätte ich ja vortäuschen müssen zu müssen und lügen konnte ich damals ebenso wenig wie heute. Irgendwann schaffte ich es dann und musste wirklich dringend. In eben dem Moment als ich das meiner großen Mutter sagte, meldete sich der Busfahrer und kündigte an, den nächsten Rastplatz raus zu fahren. Das war&#8217;s dann mit meiner Buskloexpedition. Erst auf der Rückfahrt sollte mir der Coup gelingen. </p>
<p>Die Verkaufsveranstaltung selbst war an Langweiligkeit nicht zu überbieten. Ich weiß auch nicht, was sie sich dabei gedacht hatten ein Kind mitzunehmen. </p>
<p>So war ich im Allgäu unter lauten Alten und Greisen ohne andere Kinder und verfolgte die Verkaufsreden des Lamadeckenhändlers. Schon damals &#8211; Ende der 70iger- mochte ich Männer mit Fönwelle, die Goldkettchen und schlecht sitzende Hemden trugen, nach billigem After Shave und Schweiß rochen, nicht. Dieses Exemplar der männlichen Spezies war zudem mit einem Bauch ausgestattet und ein schlechter Scherz reihte sich an den anderen. Gerne bezog er das einzige Kind im Saal ein und tätschelte dabei mit seinen fleischigen Fingern auf meinem Kopf herum. </p>
<p>Ich erwähnte bereits, keiner wollte solch eine Decke und als die Gäste standhaft bleiben wollten, wurde der Gutste doch etwas ungemütlich. Was man wohl glaube, wie sich die Reise finanziere, schließlich gäbe es nichts umsonst&#8230;Blablabla. Sein Lächeln war verschwunden, der Schweiß auf der Stirn deutlicher, seine Haltung für einige wohl so beeindruckend bzw. schlichtweg bedrohlich, dass sie mit einer oder sogar zwei Decken den Saal verließen. </p>
<p>Meine Großmutter wäre ohne die feste Hand meines Großvaters, der sich eher erzürnte, wohl auch diesen Fisimatenten erlegen. </p>
<p>Und so kriegen sie am Ende stets den einen oder anderen, den sie als williges Opfer rekrutieren. Genauso wie die Schreiberlinge von Sexmails.</p>
<p>Wer kennt sie nicht die Olgas und Helenas dieser Welt. Mit Google schlecht übersetzte erste Zeilen an den potentiellen deutschen Ehemann. &#8220;Ich Olga heißen und mag glücklich machen dich. Ich einsam und suche guten Mann&#8230;&#8221; </p>
<p>Um ehrlich zu sein, habe ich bisher immer geglaubt diese Mails fielen für alle unter die Kategorie SPAM! Doch leider nicht. Leider gibt es sie da draußen unter den einsamen Herzen, die es schlichtweg leid sind alleine zu sein. In dem Fall Männer, die sich nach Zweisamkeit und sexueller Befriedigung sehnen. Einsame Männer. Und dann kommt die Nachricht von Olga oder Helena und erwischt ihn einfach in einem Moment in dem der Verstand schläft und er schreibt zurück. </p>
<p>Je nach dem an welche Olga oder Helena unser Mann hier gerät, läuft nun die Maschinerie an und die Falle schnappt zu. So geschehen in dem mir bekannten Fall. Hinzu kamen bei ihm eine beidseitige Linkshändigkeit im Umgang mit dem Internet und eine völlige Unerfahrenheit im Umgang mit Frauen. Einschlägige Partnerbörsen brachten nicht den gewünschten Erfolg, seine Verzweiflung wuchs und da erschien Olga auf der Bildfläche. Zwei Monate schrieb und umgarnte sie ihn. Er schmolz bereits dahin als er mir zum ersten Mal von ihr erzählte. Er erzählte voller Not und Unbeholfenheit, sie wolle kommen, habe schon einiges an Geld zusammen, doch fehlen ihr noch einige hundert Euro um ihren Pass mit Visa im Reisebüro abzuholen. Sie habe ihm gesagt, dass sie es zurückzahlen werde sobald sie in Deutschland sei, jedoch jetzt nicht das Geld habe. Zwar habe sie schon einiges gespart, aber es fehle eben der Rest und sie wolle so ungern ihre Kette einlösen, die sie von ihren Eltern zum 18. Geburtstag erhalten habe. Es folgte noch ein dubioser Geschäftsmann aus Süddeutschland der angeblich helfen wolle, doch das Geld nicht direkt an sie, sondern nur an ihn überweisen könne und er es dann ihr schicken müsse. Warum blieb im Unklaren. Vor meinem Geiste spazierte russisch Inkasso vorbei, während er zwar irritiert war aber irgendwie erst darüber stolperte als ich den warnenden Zeigefinger hob. Dieser Mann war bereits der Illusion von einer Russin verfallen, die natürlich besonders hübsch ist und nur in seine Arme sinken will. </p>
<p>Die gemeinsame Recherche auf den Seiten des Auswärtigen Amtes zum Thema Visa ergab, dass sie persönlich beim Konsulat vorsprechen müsse. Also erschien es doch zweifelhaft, dass sie ein Reisebüro beauftragt hat, bei dem sie nun ihren Pass auslösen muss. Mal abgesehen davon, dass der Preis für das Visum unter hundert Euro betrug und nicht mehrere hundert. Ebenso wenig wie der Preis stimmte konnte ich mir vorstellen, dass man seinen Pass mal eben irgendeinem Reisebüromenschen in die Hand drückt. Doch er war im Olgafieber. Sie hatte ihm doch so viel erzählt, von den Ereignissen in ihrer Familie, ihrem Alltag, dass könne sie sich doch nicht alles ausdenken, hielt er dagegen. Außerdem habe sie doch Fotos geschickt. Ja, sie sei schon sehr hübsch. Bisher habe er sich geweigert Geld zu schicken. Jetzt habe sie ihm ein Foto geschickt von sich neben einem Koffer auf dem ihre Katze saß, versehen mit den Worten, dass sie so aussehen wird, wenn er sie abholt. Das Handy was er ihr geschickt habe, sei wohl nicht angekommen. Zum Glück habe er dafür nur 20 Euro bezahlt. Dabei hätte er so gerne einmal mit ihr gesprochen. Somit hat er sie bisher weder telefonisch erreichen können, noch sonstige Eindrücke beispielsweise via Skype. Zwar wird er inzwischen immer skeptischer, doch seine Sehnsucht ist so groß, dass es schwer ist ihn davon zu überzeugen Vorsicht walten zu lassen.</p>
<p>Am Ende bleibt vor allem für ihn die Frage: Abzocke oder eine Frau die einfach nur nach Deutschland will oder doch Liebesspiel? </p>
<p>Tja &#8211; vielleicht sollte man die goldige Fönwelle mit Olga verkuppeln, letztlich dürften die beiden sich doch prima verstehen. Und sollte Olga am Ende ein Sergej sein, so wird der eine Betrüger dem anderen im Erkennen vielleicht nur ein Grinsen ins Gesicht zaubern&#8230; </p>
 <p><a href="http://www.kaffeetexte.de/?flattrss_redirect&amp;id=3372&amp;md5=3732eccf8a9d8982cb0353c74964c3de" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.kaffeetexte.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Eine haarige Angelegenheit</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Oct 2011 09:38:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Laja</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Friseur]]></category>
		<category><![CDATA[Frisuren]]></category>
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		<description><![CDATA[In den einschlägigen Modemagazinen, die jedes Arztwartezimmer zieren, hört und sieht man immer wieder einmal etwas über Trendfrisuren. Auch wenn der ein oder andere Zweifel haben mag, ob es sich tatsächlich um Werke von schneidenden Meistern handelt, es sind Frisuren. Das soll gleich zu Beginn einmal festgehalten werden. Neben jenen Frisuren, die aussehen als hätte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
<a href="http://www.kaffeetexte.de/wp-content/gallery/gemischtes2/haare.jpg" title="Albert Anker : Mädchen, die Haare flechtend, 1887 (gemeinfrei)" class="shutterset_singlepic276" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-right" src="http://www.kaffeetexte.de/wp-content/gallery/cache/276__160x120_haare.jpg" alt="Albert Anker : Mädchen, die Haare flechtend, 1887 (gemeinfrei)" title="Albert Anker : Mädchen, die Haare flechtend, 1887 (gemeinfrei)" />
</a>
In den einschlägigen Modemagazinen, die jedes Arztwartezimmer zieren, hört und sieht man immer wieder einmal etwas über Trendfrisuren. Auch wenn der ein oder andere Zweifel haben mag, ob es sich tatsächlich um Werke von schneidenden Meistern handelt, es sind Frisuren. Das soll gleich zu Beginn einmal festgehalten werden.</p>
<p>Neben jenen Frisuren, die aussehen als hätte jemand aus sicherer Ferne einen eingeschalteten, elektrischen Haarschneider an den Kopf der Frisierten geworfen und abgewartet was passiert, sind aktuell auch Hochsteckfrisuren besonders angesagt. Letztere zeichnet sich &#8211; resultierend aus der freien Gestaltung der Künstlerin selbst &#8211; durch eine besondere Note aus. Man stelle sich vor: sie ist morgens aufgestanden, die Haare standen ihr quer. Sie brauchte nun nur noch diverse Haarnadeln die an die richtige(!) Stelle zu setzen und schon war das Werk vollbracht. </p>
<p>Hat die Nacht nicht ausreichend an der Haarpracht gewirkt, kann selbiger Effekt auch mit den Händen erzielt werden. Hierfür führe man beide Hände an den Kopf und bewege sie mit leichtem Druck sowohl in kreisenden als auch gradlinigen Vor-/zurück-Bewegungen. Je nach Haarlänge kann auch über Kopf gearbeitet werden. Die Prozedur mit den Haarnadeln wäre dann so zu handhaben wie bereits beschrieben.<br />
Und für jene die nicht das für Hochsteckfrisuren erforderliche Haarmaterial von der Natur gegeben bekommen haben, es gibt Haarteile. Schön ist es, wenn die eigene Haarfarbe getroffen wird, wenn nicht, ist es auch nicht so schlimm. Mut zur Lücke sag ich da nur. Das Haarteil sollte aber bitte einen antiken Charme haben. Wenn ihr in Omas Truhe noch ein von Motten angefressenes findet, dass so ein bisschen aussieht wie eine toupierte und zu groß geratene Wollmaus, dann liegt ihr richtig.</p>
<p>Aber nicht nur die Köpfe der Weibchen werden mit Frisurentrend bedacht. Vorbei sind die immer gleichen Haarschnitte der Herren. Wir haben den erhobenen Mittelstreifen. David Beckham war der Vorreiter, seither glaubten alle Fußballer, dass dieser Mittelstreifen eine Art göttliche Antenne sei, durch die fußballenergetische Strahlen aufgenommen werden und direkt in den Fuß geschickt werden. Im Übrigen hätten sich die Haarpopper was die Standhaftigkeit des gegelten Mittelstreifens angeht mal ein bisschen von den Punks beraten lassen können. </p>
<p>Der nächste Trendsetter bei den Herren war und ist Justin Bieber. Seither ist es schwieriger mit Jungs zu flirten, da man ihre Augen nicht mehr sehen kann. Für die Jungs ist es Ideal. Was früher die Sonnenbrille leistete, ist heute der Ponyvorhang, durch den geschickt und unbemerkt die Beute angepeilt werden kann. Gelegentlich kann beobachtet werden, dass das ruckartige Vorbewegen des Nackens, um den Pony wieder in Position zu schütteln, kollektive Auswirkungen hat. In einer Gruppe von Jungs fängt einer an und ohne Absprache zucken die Anderen nach und nach ebenfalls. Es sei denn, ja es sei denn: Mamas Haarspray hat sich derart gut mit dem Gel verbunden, dass der Pony wie betoniert, leicht schräg von der Stirn absteht. Gegen diese Variante kann selbst der Hamburger Wind nichts ausrichten.</p>
<p>Gerade fällt mir auf, dass die mir bekannten Trends der Männer allesamt von Promis inspiriert wurden. Was früher die Beatles und Elvis, Robert Smith (The Cure) und Rudi Protrudi (Fuzztones) sind heute David Beckham und Justin Bieber. Tja wer hätte gedacht, dass unsere Männer solche Groupies sind. Wenn es nicht völlig abwegig erschiene, könnte man fast glauben, Justin sei von Gerry Roslie (The Sonics) inspiriert worden. Nur was die Frisur betrifft, musikalisch ja leider so gar nicht. Schade eigentlich, dass er ihn nicht einfach als Vorbild nahm.</p>
<p>Doch damit ihr nach dem nächsten Friseurbesuch nicht solche Dialoge erleben müsst:<br />
&#8220;Warste beim Friseur?&#8221;<br />
&#8220;Ja&#8221;<br />
&#8220;Warum biste dann nicht dran gekommen&#8221;<br />
überlegt gründlich und entscheidet weise.<br />
Euer Friseur hilft euch sicher.</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:M%C3%A4dchen_die_Haare_flechtend_1887.jpg&#038;filetimestamp=20060903181209" target="_blank">Bildquelle</a></p>
 <p><a href="http://www.kaffeetexte.de/?flattrss_redirect&amp;id=3364&amp;md5=def20ea898c792cd30b468911868be8d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.kaffeetexte.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Fremdschämen und die Selbstbefriedigung</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Sep 2011 10:47:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Laja</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit Jahren setzen die Medien auf die durch Fremdschämen erzielbaren Effekte. Seit die wilden Jahre hinter mir liegen, bin ich da nur noch bedingt auf dem neusten Stand. Kam man früher morgens vom Swutsch, konnte man nur wählen zwischen Talkshow-Wiederholungen oder diesen rolligmachenden Pornos wie &#8220;Liebesgrüße aus der Lederhose&#8221;. Letztere sahen sich alleine immer schlecht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Jahren setzen die Medien auf die durch Fremdschämen erzielbaren Effekte. Seit die wilden Jahre hinter mir liegen, bin ich da nur noch bedingt auf dem neusten Stand. Kam man früher morgens vom Swutsch, konnte man nur wählen zwischen Talkshow-Wiederholungen oder diesen rolligmachenden Pornos wie &#8220;Liebesgrüße aus der Lederhose&#8221;. Letztere sahen sich alleine immer schlecht und so musste <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Meiser_(Talkshow)" target="_blank">Hans Meiser</a> herhalten.<br />
So gab es anfangs die Talkshows im Mittagsfernsehen. Aus den hausfraukompatiblen TV-Sendungen, die beim Bewältigen der Bügelwäsche unterhielten, wurden mehr und mehr Seelenstripteaseshows. Das heute erwachsene aber missbrauchte Kind konfrontiert die Mutter, die es nicht schützte. Väter klagen (Ex-)Partnerinnen an, das Kind sei nicht das eigene. Hach wie gerne wurden die Lügendetektoren gezückt und so gleich die Vaterschaftstests verlesen. Dicke, Dünne, Blöde, Arschlöcher und Opfer – einfach jeder fand einen Platz, der sich nicht zu schade war, sich bloß zu stellen.<br />
Zu Beginn glaubten alle noch, das sei echt. Bis die ersten Berichte über Agenturen aufkamen, die Karteien führen, um die Talkshows mit Gästen zu bestücken. Dort konnte man sich registrieren lassen für eine gewisse Themenauswahl und fertig war der Talkshowgast.<br />
Heutzutage finden sich immer mehr halb gescriptete Daily Soaps in denen sich Familien, Paare und Kinder zum Affen machen können. Und wir haben alles: Erziehungsprobleme, Kinder die Eltern schlagen, Auswanderer, die planlos in die Welt ziehen und versagen, Straßenkinder und natürlich die Partnersuche. „Bauer sucht Frau“, „Schwiegertochter gesucht“ sind wohl die Steigerung von „Nur die Liebe zählt“, bei der immer wieder Zuschauer wie Gäste in Tränen zerfließen.</p>
<p>Mir geht es mit diesem Blogartikel keineswegs darum den moralischen Zeigefinger zu heben und so etwas zu sagen wie „Schämt euch!“<br />
Im Gegenteil, wer bin ich schon. Ja, die Leute haben sich entschieden bei der Sendung mitzumachen. Ja klar warum nicht mitmachen in dem man die Zuschauerquote mit hochtreibt? Warum nicht Spaß haben mit der Blödheit der Anderen? Ist doch immer wieder ein gutes Gefühl, wenn man merkt wie gut es einem selbst geht. Und lustig ist es obendrein. Auch ist am nächsten Tag im Büro für Gesprächsstoff gesorgt. „Haste das gestern wieder gesehen?“ „Jaaaa, hahahahah!“<br />
Twitter lebt regelrecht auf, wenn „Schwiegertochter gesucht“ läuft. Kollektives Genießen des dargebotenen ist ja auch viel schöner.</p>
<p>Interessant ist es ja sich die Typen mal genauer anzusehen:</p>
<p>Die Sozialen: „Ohhh nein, schau nur, das ist doch so gemein. Der Arme, so findet der doch nie eine Frau. Hach was ist er aber auch bedürftig.“</p>
<p>Die Mitfiebernden: „Nun nimm doch die Dicke, die weiß wenigstens wie man ein Brot schmiert, die Andere ist ja zu blöd um aus dem Bus zu kucken.“</p>
<p>Die politisch Korrekten: „Das schau ich mir nicht an, das ist absolut unterirdisch und niveaulos. Wo bitte liegt hier der Unterhaltungswert mir die Defizite von sozial Schwachen anzusehen.“</p>
<p>Gemeinsam haben all Typen, dass sie sich in irgendeiner Form über das Gesehene (emotional) äußern. Die Sender haben erreicht was sie wollten, man hat eingeschaltet und redet drüber. Und ja, in gewisser weise ist es in aller Munde. Die einen nennen es Unterschichten-TV, die anderen Harzer-Programm und manche schlicht Unterhaltung, doch alle reden darüber. Während der Sendung, nach der Sendung und schließlich berichten auch noch die Zeitungen und andere Medienformate darüber. </p>
<p>So auch über das RTL-Supertalent, in der ein Paar die Spaghettinummer zum wiederholten Mal aufführte. Heute nun berichtet die <a href="http://www.mopo.de/promi---show/die-kennen-wir-doch--ekliger-hackfleisch-auftritt-beim-supertalent,5066870,10865472.html">MOPO </a>darüber „Er liegt in einer labberigen, grauen Unterhose auf einem Tisch. Auf seinem Bauch türmt sich ein Berg Spaghetti Bolognese. Sie beugt sich über ihre Leibspeise und isst von der Plauze ihres Angetrauten. Mit den Werkzeugen, die ihr Gott gegeben hat.“<br />
Allein die im Artikel gewählte Sprache lässt die Bilder wieder aufleben.<br />

<a href="http://www.kaffeetexte.de/wp-content/gallery/gemischtes2/spaghetti.jpg" title="Screenshot aus &quot;Mitten im Leben - Videos - TV total&quot; via Dailymotion" class="shutterset_singlepic268" >
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</a>
Und wie erstaunlich, sie haben es bereits zum zweiten Mal getan. Schon bei „Mitten im Leben“ gaben sie diese Nummer zum Besten. Für sie war es der ultimative Liebesbeweis, für alle Zuschauer das Entsetzen der Spanner. Fremdschämen kann übrigens auch bedeuten, dass man sich schämt Zeitzeuge zu sein, obwohl man selbst nicht aktiv am Geschehen beteiligt war, sieht man einmal vom angeschalteten TV ab. Aber das nur am Rande, denn letztlich haben die Fernsehmacher es wieder einmal geschafft. Sich selbst zu fragen, warum man sich so etwas ansieht, ist verpönt und der Spaßverderber-Faktor schlechthin. Kollegen die es nicht ansehen werden naserümpfend aus dem Gespräch ausgeschlossen. </p>
<p>Denn: Fremdschämen ist einfach geil!<br />
Mit dem Finger auf andere zeigen, ist großes Kino, besonders, wenn man sich hinter einer TV-Sendung verstecken kann.<br />
Selbsterhöhung auf Kosten anderer ist wie ein Orgasmus.<br />
Im Übrigen einer dieser Höhepunkte, die kommentiert werden mit: &#8220;Oh Baby, das war &#8230;!&#8221; </p>
<p>In diesem Sinne leisten die Sender unglaubliches. Sie sind die Hand für unsere Selbstbefriedigung, während wir unsere eigenen Hände unbefleckt zum sonntäglichen Gebet falten dürfen.</p>
<p>Also lasst knallen heute Abend bei &#8220;Schwiegertochter gesucht&#8221; oder was auch immer das Programm vorhält. Ich werde mich wohl wieder im Außenseitertum üben und anderweitig vergnügen, mit Nase bohren vielleicht.</p>
<p><a href="http://www.dailymotion.com/video/xd1ole_mitten-im-leben-videos-tv-total_fun" target="_blank">Screenshotquelle und Video</a></p>
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		<title>Sally rockt den TV-Kanal  und schon ist der Porno gratis</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Sep 2011 18:33:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Laja</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Home Shopping]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer kennt das nicht. Angewachsen liegt der Körper auf dem Sofa. Der Geist ist schon längst auf dem Weg in weit entfernte Sphären. Es ist eine fast mystisch gesteuerte Bewegungsabfolge, wenn der Finger sich über die Fernbedienung bewegt. Einziges Ziel: bitte keine anspruchsvolle Cineastik. Irgendwann dringt ein Jauchzen in den Geist und fordert unsere ermüdete [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
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	<img class="ngg-singlepic ngg-right" src="http://www.kaffeetexte.de/wp-content/gallery/cache/266__160x120_automatic_cyclostyle_french_ad_om.jpg" alt="Das waren noch Zeiten: Werbeanzeige für das Hektografie-Gerät „Automatic Cyclostyle“ des britischen Unternehmens Gestetner (typisch für die Zeit um 1900)" title="Das waren noch Zeiten: Werbeanzeige für das Hektografie-Gerät „Automatic Cyclostyle“ des britischen Unternehmens Gestetner (typisch für die Zeit um 1900)" />
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 Wer kennt das nicht. Angewachsen liegt der Körper auf dem Sofa. Der Geist ist schon längst auf dem Weg in weit entfernte Sphären. Es ist eine fast mystisch gesteuerte Bewegungsabfolge, wenn der Finger sich über die Fernbedienung bewegt. Einziges Ziel: bitte keine anspruchsvolle Cineastik. </p>
<p>Irgendwann dringt ein Jauchzen in den Geist und fordert unsere ermüdete Aufmerksamkeit heraus. Noch einmal bäumt er sich auf, der Geist. Die volle Konzentration richtet sich auf das flimmernde Fernsehbild. Die Stimme, die zu den künstlichen, hautfarben lackierten Fingernägeln gehört, erklärt gerade:</p>
<p>&#8220;Schauen sie meine Damen ist es nicht herrlich. Oh nein, wie es funkelt und das in alle Richtungen. Es ist einfach wunderbar!&#8221;</p>
<p>Sie redet derart begeistert das die Stimme an den vorgespielten Orgasmus bei Harry und Sally erinnert. Allmählich gerät sie in akustische Ekstase: &#8220;Es ist nicht zu fassen.&#8221;, stöhnt sie. &#8220;Er hat so eine wunderbare Härte!&#8221; Nach einer dramaturgischen Pause in der sie gleich einer Schnappatmung Luft holt ruft sie: &#8220;Sie haben es gesehen, ich hatte ihn im Dekolleté. Und das bei einer Länge von 40cm, meine Damen!&#8221; Fast überschlägt sich ihre Stimme: &#8220;Dieses Funkeln und ganz ohne störende Knoten.&#8221; Langsam überwindet sie ihren Höhepunkt und atmet wieder etwas ruhiger: &#8220;Alles Dank dem Mystic Quarz. Meine Damen das ganze Collier zu einem absolut akzeptablen Preis. 39,- Euro, ja da nehmen sie am Besten gleich zwei und verschenken eines noch an ihre beste Freundin.&#8221;</p>
<p>Dem Zuschauer klappt der Mund staunend auf. Ein Wegschalten ist wegen der eingesetzten Handlähmung unmöglich. Das ist der reinste Hausfrauenporno. Ja meine Damen, da wird noch ganz frei gestöhnt und gejauchzt. Nach dem Collier folgt der Ring und wenn man ganz viel Glück hat, ja dann, dann kommt endlich die Königin der Nacht: Ricarda M. und präsentiert ihre Kosmetiklinie. </p>
<p>Wer das gesehen hat, weiß endgültig: Orgasmus vorspielen, Telefonsex und dabei bügeln oder Enkel bestricken ist Realität.</p>
<p>Versucht es werte Herren: Home Shopping anschalten, Augen schließen und eure feuchten Träume über die Heizdeckenverkäuferinen auf der letzten Kaffeefahrt gehört der Vergangenheit an.</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Automatic_Cyclostyle_French_ad_OM.jpg&#038;filetimestamp=20060115142832" target="_blank">Bildquelle</a></p>
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