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Noch einmal sagst du ‘Morgenstund hat Gold im Mund’ und ich vergesse mich.
Denn an solchen Tagen bohrt sich dein vor guter Laune strotzender Allerweltsspruch in mein gestresstes Seelchen, gar so als würde sich ein spitznageliger Finger in mein Auge… Na gut lassen wir das, denn es geht um einen Tag, einen Auszug aus dem ganz normalen 24/7 Wahnsinn.

Prague-Astronomical Clock

Beginnen wir mit dem
Aufstehen beim zweiten Weckerklingeln. Immerhin musste nur noch ein Wecker ein zweites Mal ran, die anderen beiden durften weiterschlafen. “Bis Morgen, Jungs!”, dachte ich bei mir als ich behände aus dem Bett torkelte, nachdem ich noch sanft die schlaftrunkenen Katzen von mir runter geschoben hatte. Fragen Sie nun bitte nicht warum meine Wecker männlich sind. Das tut nichts zur Sache.

Kennen Sie das, wenn der Kopf einem Fitheit vorgaukelt und den Körper hinter sich her zieht? So in etwa gelangte ich in die Küche.
Es folgte die Fortsetzung des Programms “Und täglich grüßt auch ihr Murmeltier!” Wir wissen ja: jeder Mensch braucht seine Rituale.
Stück für Stück setzte sich der Tag in Gang. Selbst die Wegstrecken, die man in der Wohnung zurücklegt, sind fast immer gleich. Jede Abweichung führt zwangsläufig zur Zeitverzögerung, weil flexibel sein noch nicht geht. Das Gehirn braucht nun einmal Zeit oder meines braucht das so früh am Morgen.
Genau weiß ich nicht was mich damals ritt, als ich für 8.00 einen Termin beim Frauenarzt vereinbart hatte. Ich muss gänzlich umnachtet gewesen sein. Das kommt von meinen arbeitgeberfreundlichen Denkweisen. Denn sobald ich gefragt werde, sage ich immer, wirklich immer: „Bei mir geht es am besten sehr früh oder sehr spät.“ So findet man sich dann schon mal um diese Frühvogelwurmzeit in einer Praxis wieder.
An diesem Morgen war ich letztlich schneller fertig als gedacht. Wenn da schon noch Zeit ist, kann man die ja gut nutzen. Da sich für den Abend Besuch angekündigt hatte, macht es Sinn noch einmal eine schnelle Putzrunde durch das Bad zu drehen.
Natürlich war ich bereits komplett angezogen und fertig als ich an der Duschwanne versehentlich die Brause statt den Hahn anstellte. Das war nun mehr als blöd. Meine rechte obere Körperhälte tropfte vergnügt vor sich hin, als ich fluchend zurück in das Schlafzimmer stürzte, um mir das Oberteil vom Leib zu reißen. Allmählich wurde dann auch die Zeit knapp. Also schnell den Fön geschnappt und einmal neu frisiert. Mit dem Gefühl: „Geht schon, regnet eh draußen!“ und neuer Bekleidung, verließ ich dann eilends das Haus. Noch war ich in dem Glauben der Termin sei um 8.15 Uhr. Nach erfolgtem Verkehrsmittelwechsel, der Tatsache, dass mich die entgegenkommende Friseurschülerhorde nicht überrollt hatte, sagte mir im Bus letztlich mein smartes Handtelefon, dass ich wohl eine falsche Information in meinem Kopf abgespeichert hatte.
Nun denn, war wohl nichts mit Entspannung. Im Laufschritt stürmte ich die Praxis. Knallte etwas zu energisch meine Handtasche auf den Tresen und rief sprudelnd: “Guten Morgen, ich habe einen Termin. Tut mir leid, ich steckte im Verkehr.” Himmel, wieso nur komme ich an dieser Stelle auf eine gewisse Doppeldeutigkeit, denke ich bei mir, während ich zu Atem komme. Muss wohl an der Umgebung liegen. Folgsam nehme ich im Wartezimmer Platz. Und dann geht alles ganz schnell:
Einmal reinschauen, freundlich die Hand schütteln, sich zum nächsten Mal in einigen Monaten verabreden. Rechnung eintüten (lassen) und gut. Tja-Frauenarzt eben.

Punkt 9.00 Uhr lande ich im Büro und sinke erschöpft in meinen Stuhl. Immerhin habe ich noch einen Moment bevor ich mit möglichst wachem Geist in eine Gesprächsgruppe durchstarten muss. Die nächsten Stunden des Tages wirken am Ende wie in den Wind geblasen.
Besonders eindrucksvoll sind immer wieder jene Männer, die nach längeren therapeutischen Mühen ihre Gefühlswelt entdecken und in Erinnerungen an alte Zeiten schwelgend den „Vorher/Nachher-Vergleich“ anstellen. Zeiten in denen sie doch so viel anders waren, wahre Macker eben, die besonders Frauen gegenüber besser keine Schwäche zeigten.

Anhalter mit Handtuch...

Ein Auszug zum Verständnis:
„Waren sie jemals mit Gefühl mit einer Frau zusammen oder ging es nur um den mechanischen Akt?“
„Gefühle? Nö! War schon eher mechanisch. Aber ich musste gut sein. Am besten war’s, wenn da ein nasses Handtuch im Bett lag und sie mich völlig geschafft anhimmelte. Mit ihr (der neuesten Flamme) ist das heute anders. Wir reden und das ist alles so, so rein irgendwie.“
Ich verscheuche das Bild mit dem nassen Handtuch. Habe kein Bedürfnis nach Vertiefung und sage nur: „Dann stimmte die Leistung, hm?“
„Ja genau! So wie in allem eben.“

So reihen Klientengespräche sich an Kollegengespräche, die Konferenz mündet in Schreibarbeit, zwischendurch den Hunger stillen und schließlich seufzend feststellen, dass ich mal wieder vergessen habe zu trinken.

Auf dem Heimweg habe ich die S-Bahn-Jagd so erfolgreich durchgeführt, dass ich eine Weile mit meiner in der Tür klemmenden Handtasche fahre. Den Blicken meiner Mitreisenden begegne ich mit gönnerhaftem Lächeln. Es ist doch schön, wenn meine Mitmenschen Freude haben. Nach einem kurzen Zwischenstopp zu Hause gilt es beim Betreiben des Ausgleichsports noch etwaigen Verfettungstendenzen entgegenzuwirken.
Irgendwann lande ich dann hier, an ebendieser Stelle.

Was für ein Tag spu(c)kt es mir in den Sinn.
Wieder einmal habe ich mal eben schnell meine Welt gerettet und bin in meinen Tagträumen einmal um sie herum gejettet. Am Ende sinke ich ermattet in die Federn und habe mich mal eben in 24 Stunden um die eigene Achse gedreht.

Und Sie so?

Kusa Grass Flip Flops

Wer glaubt, es ist heute nicht das richtige Wetter für Flip Flops, mag recht haben, doch man sollte schließlich vorbereitet sein.
Die Firma Kusa hat sich da nämlich mal etwas überlegt und Gras Flip Flops auf den Markt geworfen, damit jeder Gang zu einem Parkspaziergang wird. Kostenpunkt: $31.

Kusa Grass Flip Flops

Na, spürt ihr auch schon wieder die Sehnsucht nach Sommer?

Gut, damit es heute beim Anziehen der dicken Stiefel nicht allzu hart wird: Wie so oft ist auch das eine gewisse Illusion, denn man hat keinen echten Rasen verwendet, sondern Kunstrasen. Andererseits: wer will schon ständig nachsähen müssen?
Fast bin ich mir sicher, dass solche Schuhe die Chancen auf erfolgreiche Flirts erhöhen. Das erste Gesprächsthema ist gesichert und das Barfussgefühl lässt jede Anspannung abfallen. Nun gut, es könnte auch sein, dass man sich abwendet und denkt, dass… doch gehen wir mal positiv an die Sache ran.

via Gizmodo
Fotos

Fundstücke der Woche

Manches muss einfach archiviert werden, so auch die schönsten und orginellsten Fundstücke in dieser Woche.

Aus der Reihe: Piktogramme, die jeder versteht. via Torsten Beeck

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Und als nächstes wäre da noch ein wahrhaft beeindruckendes Bodypainting, das G+ wohl als zu unanständig von der Öffentlichkeit fernhielt. via FB, habe leider den Link nicht mehr gefunden.

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Wenn der Dschungel ruft…

…gibt es für Viele kein frühes Zubettgehen mehr.

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Ich bekenne, ich gehöre dazu.
“Warum ausgerechnet das?”, “Das schau ich mir nicht an, ist zu spät und außerdem viel zu eklig”, sind die Kommentare derer, die mich bei meiner Bekenntnis ansehen, als sei ich seltsam. Das sind im übrigen die gleichen Menschen, die beherzt ‘Bauer sucht Frau’, ‘Schwiegertochter gesucht’ oder DSDS-Castings schauen, um dort der Verhöhnung der in ihren Fähigkeiten Eingeschränkten beizuwohnen. Wir kennen das ja bereits, dass die Selbstbefriedigung Einzelner unter der Decke des Fremdschämens funktioniert und Selbsterhöhung auf Kosten anderer einfach orgastische Maße erreicht. Ich schrub bereits darüber.

Das ist im Dschungel anders. Es ist ein Format, das einmal im Jahr ausgestrahlt wird. Fast kann man das daher mit Eurovisions- oder dem Superbowlfieber vergleichen.
In den Dschungel gehen Leute, für die mediale Aufmerksamkeit und der Umgang damit nicht fremd ist. Unsere Alteisen-Promis, die keiner mehr so richtig auf dem Zettel hat, doch irgendwie jeder kennt. Ramona Leiß ist wohl jedem schon einmal als Moderatorin begegnet. Wer erinnert sich nicht an Tic Tac Toe, hat schon einmal Ailton kicken sehen oder erinnert natürlich Brigidde aka Brigitte Nielsen und sei es nur an der Seite von “Sly” – Sylvester Stallone.
So ist es RTL auch dieses Mal gelungen eine nette Mischung aus Sport, Fernsehen, Mode, Musik, Internationalem und Schrägem, Jungem und Altem zusammenzustellen. Das Muster ist dabei immer das Gleiche. Psychisch angeschlagene J-Promis, die den Absturz von der G-Promistufe noch nicht verwunden haben, Egozentriker und Zicken treffen auf halbwegs bodenständige Charaktere, die ihre Macken etwas versteckter pflegen. Natürlich muss es auch eine kleine Dschungelromanze geben. Dieses Mal gespielt von Rocco, dem verstoßenen Sohn des Herrn Ochsenknecht und Kim, der quirligen DSDS-Schminktasche.
In dieser Staffel finde ich die Psychodichte übrigens etwas geballter. Frau Leiß hinterließ zuweilen den Eindruck als erlebe sie einen kalten Entzug, Herrn Raven brannte der Helm, als würde er im besten Fall die Palmen hochgehen und Daniel Lopes verfiel kurzzeitig in depressiv-autistisches Gebahren bevor er wieder manisch wurde. Auch eine Micaela Schäfer hat so ihre Not mit ihrer Textilallergie und das als Model. Mag es anfangs noch witzig gewesen sein, so fühle ich mich von ihrem blanken Po, dem schlecht gemachten Busen und ihrer merkbefreiten Art inzwischen mehr als gelangweilt. Allzu erfrischend sind da doch die quietschfidele Kim, Rocco mit dem Vatertrauma und Brigidde, die einfach durch und durch Profi ist.

So flimmert zwei Wochen lang jeden Abend der Dschungel über den Schirm. Im Übrigen bin ich mir nicht sicher, ob ich das auch schauen würde, würden nicht Dirk Back und Sonja Zietlow die Sendung moderieren. Die beiden sind einfach ein tolles Team und in ihrer Art höchst amüsant, zynisch aber nicht destruktiv.

Das alles ergibt gemeinsam mit den Kommentaren meiner Twittertimeline ein allzu nettes Gemisch, dass mich tapfer wachbleiben lässt.
Zu guter Letzt oute ich mich mal mit meiner Einschätzung wer gewinnt. Ich kann mir Ailton und Brigidde als Dschungelkönig/königin gut vorstellen. Da ich fürchte, das Ailton nicht bis zum Schluss durchhält, sag ich mal: Brigidde wird’s.

Was meint ihr?

Metropolitan Police Beamte in Soho, London, 2007 - gemeinfrei

Aus der Reihe “Dinge die man nicht verstehen muss” kommt wohl diese Nachricht:

Die Londoner Polizei vertelefonierte in den letzten zwei Jahren 42.000 Pfund. Das allein wäre noch keine Nachricht wert, wäre das nicht der Betrag, der für Telefonate mit der Zeitansage drauf gegangen ist.

Begründet wird das damit, dass

Viele Polizisten arbeiteten nicht im Büro und hätten damit keinen direkten Zugang zum Internet, um sich über Telefonnummern oder die genaue Zeit zu informieren.1

Ja klar! Immerhin ist es schon wichtig, die genaue Zeit zu wissen, wenn man die jeweilige Tatzeit notieren muss. Gehe ich mal – wie Fefe - davon aus, dass sie nicht von der Telefonzelle aus telefonierten, muss man sich schon wundern, dass sie wohl keine Uhr in ihrem Handy hatten. Auweia!1elf

  1. Welt: Polizei vertelefoniert 42.000 Euro für Zeitansage []

Tokio

tokioTokio in Slo-Mode, ein Video von Alex Lee, der so seine japanische Heimatstadt Bildern eingefangen hat.
Einer der Slo-mos die mir sehr gefallen hat, daher muss sie hier geteilt werden.

Die Musik ist von Flying Lotus ft. Tom Yorke “..And the World Laughs With You”

Alex Lee hat übrigens ein “Berlin Roundabout” angekündigt.

It will be a video mostly shot from different angles of a car, and I will- of course- combine the super slomo goodness of twixtor.

Dann sind wir doch mal gespannt und schauen erst einmal das Video hier:

TOKYO SLO-MODE from alex lee on Vimeo.

India-Pakistan Borderlands at Night via http://earthobservatory.nasa.gov/IOTD/view.php?id=52008

Dieses Foto wurde am 21. August 2011 von einem Astronauten aufgenommen. Darüber gestolpert bin ich bei Neatorama. Die orangene Linie die sich wie eine Schlange durch das Bild zieht, ist die 2065 Meilen lange Grenze zwischen Pakistan und Indien. Sie besteht aus einem mit Flutlichtern sehr stark beleuchteten Zaun, um den Schmuggel und Waffenhandel zu verhindern. Damit ist sie heller als die Highways die ebenfalls zu sehen sind.
Zwischen Indien und Bangladesh gibt es im Übrigen eine ebensolche Grenze, die ist allerdings nicht auf dem Bild zu sehen.

Auf der Seite der Nasa Earth Observatory finden sich noch einige total schöne Aufnahmen. Vorbeischauen lohnt sich.
Da findet sich dann zum Beispiel ein Foto vom tropischen Wirbelsturm Heidi:

Tropical Cyclone Heidi aufgenommen am 11. Januar 2012 via http://earthobservatory.nasa.gov/NaturalHazards/view.php?id=76923

oder dieses Foto von der Barentssee:

Phytoplankton Bloom in the Barents Sea aufgenommen am31. August 2010 via http://earthobservatory.nasa.gov/IOTD/view.php?id=45624

Sorglose Frauen werden von Gentlemen nie anziehend gefunden. Sprich nciht während eines Tanzes. Wenn Männer tanzen, wollen sie tanzen. Wir sind ja allerorten im Retrofieber. Falls es also an diesem Wochenende bei euch nicht geklappt hat, schaut euch mal die Tipps an, mit denen unsere Groß- oder Urgroßmütter sich auf ihre Dates vorbereiteten.
Wenn die Bilder einzeln durchgeklickt werden, ist die deutsche Übersetzung besser lesbar.

Noch Fragen?

Im Grunde ist es einfach: Rede nicht zu viel, trage einen BH und kipp nicht mitten im Date um, weil du zu viel getrunken hast.

Bildquelle via Morgan Abbou auf G+

Wenn Schafe trauern…

Ich habe gerade Tränen gelacht und werde wohl in nächster Zeit keinen Dönerladen ohne dieses Bild passieren können.


Le mouton (Rémi Gaillard) von nqtv

Wer noch mehr sehen möchte, kann einmal hier schauen – 10 Jahre Rémi in nur 5 Minuten. Wer es nicht kennt: chop-chop! und für alle anderen: Wiederholungen können sich lohnen.

Für die, die gerne in online Rollenspielwelten eintauchen, dürfte Skyrim1 ein Begriff sein. Für die anderen sollte diese Erklärung reichen.

The Elder Scrolls 5 – Skyrim ist der Nachfolger des fantastischen Rollenspiels Oblivion. Euch verschlägt es in das verschneite Skyrim im Norden Tamriels. Um den Kontinent zu retten, müsst ihr euch riesigen Drachen stellen und in klassischer Rollenspiel-Manier euren Charakter verbessern und stärken. Ohne Klassenauswahl wählt ihr aus zehn Rassen und steigt in der Stufe auf, indem ihr eure Fähigkeiten einsetzt. Technisch basiert Skyrim auf einer neuen Grafik-Engine – so soll das Spiel noch besser aussehen als Vorgänger Oblivion.

Mir geht es um den Soundtrack, den ich sehr gelungen finde. Jason Yang interpretiert ihn mit seiner Violine und es entstehen (auch wenn man Skyrim nicht kennt) wunderschöne Bilder in die man eintauchen kann.

via Neatorama

  1. The Elder Scrolls V – Skyrim (German HD) Official Trailer []

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